Wenn Dein Akku bei lediglich 3.500 km
(oder meinst Du etwa doch Meilen) bereits 500 volle
(!) Ladezyklen
*) hinter sich haben sollte, ist irgendwas falsch gelaufen,
TruckDude. Dann wärst Du nämlich mit einer vollen Ladung gerade mal 7 km weit gekommen, was verdammt wenig ist, wenn der E-Scooter nicht gerade ständig bei sehr kalten oder sehr heißen (Akku)Temperaturen und / oder mit gefühlt 200 kg Zuladung (bergauf) bewegt worden wäre. Pro vollem Ladezyklus sollten da schon zumindest 15, eher 18 km drinnen sein.
Wie unser Akku(bau)experte
michi_gecko schon sagte, sollte ein 7,8 Ah-Akku mit maximal 4 A geladen werden; mehr tut den 2.600 mAh-Zellen auf Dauer nicht gut. Das Standardladegerät von Xiaomi / Ninebot
(für die 36 V-Systeme sind das die 1,7 A-Dinger) bietet aus meiner Sicht gerade mal "Schlappladen", 3-4 A bedeuten "Standardladen", alles darüber ist Schnellladen. Bei E-Scootern gehen eigentlich alle Hersteller das Akkuladen grundsätzlich ziemlich konservativ an, was allerdings den Vorteil einer besonders langen Lebensdauer der Akkus mit sich bringt, denn je höher der Ladestrom, desto geringer ist die Lebensdauer bzw. um so höher ist die Gefahr eines thermischen Defekts an einer Zelle mit den darauf folgenden, unkontrollierbaren ultraheftigen Bränden.
Aber ich kann natürlich verstehen, dass man seinen E-Scooter auch mal schneller wieder geladen bekommen möchte / muss, weil das die Nutzbarkeit / Reichweite natürlich drastisch erhöht. Sei aber dennoch sehr vorsichtig bzw. nutze diese Schnellladung nur bei echtem Bedarf.
Sollte Dir einmal ein Ninebot G30
(das ist DER Klassiker von Ninebot) unterkommen, so wäre das ein würdiger Nachfolger für Deinen Xiaomi M365! Doppelt so große Akkukapazität, stärkerer Motor, deutlich stabilere Ausführung mit höherer, breiterer Lenkstange und größerem Trittbrett, offiziell schnellladefähig
(und tunbar) und auch noch schleppbar, da noch unter 20 kg. Wie bei den alten Xiaomis mit hervorragender Unterstützung durch die Community und exzellenter Ersatzteilverfügabrkeit.
*) Ein voller Ladezyklus umfasst (bei einem 36 V-System) eine Spannungsdifferenz von nicht ganz 14 V (Höchstspannung 41,5-41,7 V; niedrigste Spannung kurz vor der Tiefentladung etwas unter 28 V). Da man in der Regel einen Akku selten "leer" fährt ihn bisweilen aber auch gar nicht "voll" lädt
(die genauen Grenzen regelt das BMS und oftmals indirekt auch ein Ladegerät wenn dieses z.B. nur 41 V liefert), bedeutet ein Ladevorgang noch lange keinen vollen Ladezyklus, sondern eben nur eine Teilladung. Man wird daher in der Ladestatistik eines Akkus immer mehr Ladevorgänge sehen als Vollladungen. Alle Angaben betreffend die Haltbarkeit von Akkus beziehen sich aber natürlich nur auf eine technische Vollladung, also einen vollen Ladezyklus.