M365 mehr als 2.5A laden? + Unterschied BMS 107 / 115 / 126.

Kann das denn rechnerisch sein ? Google meint, ich hab 30 Akku Rundzellen vom Typ 18650 drin. Praktisch der Klassiker unter den Lithium Zellen. Reinpumpen tue ich gemessene und nicht abgelesene 5100mA. Ich komm da auf viel weniger pro Zelle, oder hab ich da einen Denkfehler ?
 
Denkfehler.
Du hast 30 Zellen drin.
Die sind im Pack so verschalten, dass immer 3 davon parallel sind, und diese Dreierpacks dann wiederum seriell.
Bei einer Serienschaltung ist der Strom überall gleich (in dem Fall der Gesamtstrom von ca. 5A), die fließen dann seriell entlang der Dreierpacks. Und bei jedem Dreierpack teilt sich dann dieser Strom auf die einzelnen Zellen mehr oder minder gleichmäßig auf, also bekommt jede Zelle bei nem Dreierpack eben 1/3 des Gesamtstroms, also 1,67A.
 
Okay das wäre heftig. Lieben Dank für die Erläuterung !

Aber aktuell für mich nicht zu ändern. Ich krieg hier weder ein 3A Netzteil noch überhaupt einen neuen Roller. Die haben hier nur so Schrottdinger. Dass einem die DJI Drohne nicht vom Himmel fällt ist hier ein ähnliches Problem, auf sowas muss man ebenfalls sehr sorgfältig achten. Kein Ersatz. Der Xiaomi Scooter 4 Pro Plus wäre mein Wunschkanditat mit 10" Reifen, mit 20kg gerade noch so über Treppen schleppbar plus Schnellladefähigeit und 50km Reichweite.

Aber haben sie hier in Kanada nicht. In den USA erst recht nicht wegen China und verschicken / bestellen geht wegen Gewicht & Lithium auch nicht.

Also muss der gute alte immer wieder zurecht geflickte M365 nochmal ne Weile ran. Display hab ich dann doch nicht umgebaut, ich lass den so auf 4 LED. Never change a runnig system. Ich seh zu, dass das 5A Netzteil nur bei 15°C - 25°C zum Einsatz kommt und wenn möglich nur bis 80% läd.
 
wird die zellen trotzdem ordentlich schnell f..ertigmachen..
bestell dir ein y kabel und häng dir einen 36v hoverboard 10s2p akku parallel ans steigrohr, dann teilt sich die last nochmal und dein akku hält a bisserl länger, hoverboard akkus sind viell leichter aufzutreiben...
ausserdem fährste weiter
 
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Wenn Dein Akku bei lediglich 3.500 km (oder meinst Du etwa doch Meilen) bereits 500 volle(!) Ladezyklen*) hinter sich haben sollte, ist irgendwas falsch gelaufen, TruckDude TruckDude. Dann wärst Du nämlich mit einer vollen Ladung gerade mal 7 km weit gekommen, was verdammt wenig ist, wenn der E-Scooter nicht gerade ständig bei sehr kalten oder sehr heißen (Akku)Temperaturen und / oder mit gefühlt 200 kg Zuladung (bergauf) bewegt worden wäre. Pro vollem Ladezyklus sollten da schon zumindest 15, eher 18 km drinnen sein.

Wie unser Akku(bau)experte michi_gecko michi_gecko schon sagte, sollte ein 7,8 Ah-Akku mit maximal 4 A geladen werden; mehr tut den 2.600 mAh-Zellen auf Dauer nicht gut. Das Standardladegerät von Xiaomi / Ninebot (für die 36 V-Systeme sind das die 1,7 A-Dinger) bietet aus meiner Sicht gerade mal "Schlappladen", 3-4 A bedeuten "Standardladen", alles darüber ist Schnellladen. Bei E-Scootern gehen eigentlich alle Hersteller das Akkuladen grundsätzlich ziemlich konservativ an, was allerdings den Vorteil einer besonders langen Lebensdauer der Akkus mit sich bringt, denn je höher der Ladestrom, desto geringer ist die Lebensdauer bzw. um so höher ist die Gefahr eines thermischen Defekts an einer Zelle mit den darauf folgenden, unkontrollierbaren ultraheftigen Bränden.

Aber ich kann natürlich verstehen, dass man seinen E-Scooter auch mal schneller wieder geladen bekommen möchte / muss, weil das die Nutzbarkeit / Reichweite natürlich drastisch erhöht. Sei aber dennoch sehr vorsichtig bzw. nutze diese Schnellladung nur bei echtem Bedarf.

Sollte Dir einmal ein Ninebot G30 (das ist DER Klassiker von Ninebot) unterkommen, so wäre das ein würdiger Nachfolger für Deinen Xiaomi M365! Doppelt so große Akkukapazität, stärkerer Motor, deutlich stabilere Ausführung mit höherer, breiterer Lenkstange und größerem Trittbrett, offiziell schnellladefähig (und tunbar) und auch noch schleppbar, da noch unter 20 kg. Wie bei den alten Xiaomis mit hervorragender Unterstützung durch die Community und exzellenter Ersatzteilverfügabrkeit.


*) Ein voller Ladezyklus umfasst (bei einem 36 V-System) eine Spannungsdifferenz von nicht ganz 14 V (Höchstspannung 41,5-41,7 V; niedrigste Spannung kurz vor der Tiefentladung etwas unter 28 V). Da man in der Regel einen Akku selten "leer" fährt ihn bisweilen aber auch gar nicht "voll" lädt (die genauen Grenzen regelt das BMS und oftmals indirekt auch ein Ladegerät wenn dieses z.B. nur 41 V liefert), bedeutet ein Ladevorgang noch lange keinen vollen Ladezyklus, sondern eben nur eine Teilladung. Man wird daher in der Ladestatistik eines Akkus immer mehr Ladevorgänge sehen als Vollladungen. Alle Angaben betreffend die Haltbarkeit von Akkus beziehen sich aber natürlich nur auf eine technische Vollladung, also einen vollen Ladezyklus.
 
Ich habt ja Recht mit den Ladezyklen und der Alterung der Zellen, aber man muss auch ganz realistisch sein an der Stelle.

Die Zellen wurden 2017 gebaut, sind fast 10 Jahre alt. Ladevorgänge hab ich 550 und volle Ladezyklen 163. An dem eScooter ist inzwischen gefühlt jede Schraube einmal erneuert worden und gerade heute hab ich schon wieder im Hinterrad den Schlauch geflickt.

Die realistische Reichweite ist inzwischen nur noch 12 - 15 km, bei guten Bedingungen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass mir das Teil unterwegs geklaut wird oder ich es als Ausrüstung aufgeben muss als dass ich feststelle: okay, offenbar sind die Lithium Zellen übermässig gealtert. Von daher bin ich mit der 5A Lösung zufrieden und wenn das inzwischen stark abgenutzte Gerät damit eben doch noch ein Jahr durchhält und ich (mit nachladen) überall hin komm bin ich zufrieden.

Wäre es denn eine Option gewesen, ein zweites Netzteil anzuschliessen ?

Ein Loch bohren, zweite Buchse einkleben und parallel anschliessen wäre mit den Mitteln die ich hier hab möglich gewesen. Die Buchse hätte ich sogar als Ersatzteil an Bord.

2x das Original Netzteil mit 2x 1,7A = 3,4A wär ja nen ziemlich guter Kompromiss.
 
Berichte über das Laden eines Akkus mit zwei Netzteilen kenne ich nicht, und wird wohl keiner ernsthaft in Erwägung ziehen, auch wenn es vermutlich technisch möglich wäre.
 
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Wie email.filtering ja oben angemerkt hat, es geht um volle Ladungszyklen, die sind hier ja 'nur' 163, das ist jetzt nicht megaviel, da gehen schon noch mehrere hundert...
In meinem 1S sind BAK H18650CH Zellen verbaut, werden hier von den elektrischen Eigenschaften her ähnlich sein. Die sollten laut Datenblatt für 'cycle life' (also längere Lebensdauer) mit maximal 0,5C geladen werden, also hier 1,3A. Das ist jetzt von den hier gegebenen 1,7A auch nicht so weit entfernt. Maximal dürfen sie mit 1C, also 2,6A geladen werden. Was für solche Zellen auch üblich ist. Dadurch verkürzt sich die Lebensdauer etwas, aber jetzt auch nicht massiv.
Das Originalladegerät lädt mit ca. 0,55A pro Zelle, das ist schon sehr konservativ und schonend ausgelegt.
Also wenn wie oben angegeben bei optimalen Temps von 15- 25 Grad geladen wird, nur bis 80% (und am besten auch nicht weiter unter 20%), dann hätte ich da keinerlei Bedenken.
Man könnte höchstens noch schauen, dass die Verbindungsleitung zwischen Ladebuchse und BMS ausreichend Querschnitt hat, die ist meist etwas knapp ausgelegt und eher für 3A gedacht, bei meinem 1S auch, die könnte man entfernen und ne stärkere verbauen, halt an der Buchse anlöten und am anderen Ende auch trennen/verlöten/schrumpfen.
Achja, zwei Ladegeräte parallel ist murks.
 
Ich habt ja Recht mit den Ladezyklen und der Alterung der Zellen, aber man muss auch ganz realistisch sein an der Stelle.

Die Zellen wurden 2017 gebaut, sind fast 10 Jahre alt. Ladevorgänge hab ich 550 und volle Ladezyklen 163. An dem eScooter ist inzwischen gefühlt jede Schraube einmal erneuert worden und gerade heute hab ich schon wieder im Hinterrad den Schlauch geflickt.

Die realistische Reichweite ist inzwischen nur noch 12 - 15 km, bei guten Bedingungen. Es ist viel wahrscheinlicher, dass mir das Teil unterwegs geklaut wird oder ich es als Ausrüstung aufgeben muss als dass ich feststelle: okay, offenbar sind die Lithium Zellen übermässig gealtert. Von daher bin ich mit der 5A Lösung zufrieden und wenn das inzwischen stark abgenutzte Gerät damit eben doch noch ein Jahr durchhält und ich (mit nachladen) überall hin komm bin ich zufrieden.

Wäre es denn eine Option gewesen, ein zweites Netzteil anzuschliessen ?

Ein Loch bohren, zweite Buchse einkleben und parallel anschliessen wäre mit den Mitteln die ich hier hab möglich gewesen. Die Buchse hätte ich sogar als Ersatzteil an Bord.

2x das Original Netzteil mit 2x 1,7A = 3,4A wär ja nen ziemlich guter Kompromiss.
Siehe einen Beitrag über diesem, H hannes69 fast das sehr gut zusammen. 163 volle Zyklen ist wirklich "nichts". Zwei Ladegeräte gleichzeitig bitte auf keinen Fall probieren, das geht schief.
 
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Bin nur drauf gekommen, weil ich das bei sehr vielen eScootern hier in Kanada gesehen hab und mein in Hannover vor sich hin gammelnder "Driveman" (nur Probleme damit) hatte das auch. Scheint nicht völlig abwegig zu sein, das so zu machen.

Wenn man zwei identische Netzteile nimmt die beide exakt die gleiche Ausgangsspannung liefern dürfet doch eigentlich nichts dagegen sprechen. Oder gibt es plausible, technische Gründe ?
 
Bin nur drauf gekommen, weil ich das bei sehr vielen eScootern hier in Kanada gesehen hab und mein in Hannover vor sich hin gammelnder "Driveman" (nur Probleme damit) hatte das auch. Scheint nicht völlig abwegig zu sein, das so zu machen.

Wenn man zwei identische Netzteile nimmt die beide exakt die gleiche Ausgangsspannung liefern dürfet doch eigentlich nichts dagegen sprechen. Oder gibt es plausible, technische Gründe ?
Dann sind die Kanadier noch dümmer als gedacht. Und natürlich gibt es plausible technische Gründe dafür, wir raten dir schließlich nicht einfach so davon ab, weil "man das eben nicht macht oder" wir dich nicht leiden können " 🤦

Die Ausgangsspannung ist hier gar nicht so relevant bzw. das kleinste Übel - die CC/CV-Regelung kommt durcheinander. Jedes Ladegerät misst selbst Strom und Spannung und entscheidet, wann der Akku „voll“ ist. Weil die Toleranzen NIE ganz gleich sind, übernimmt immer eins die Hauptarbeit. Das andere läuft halb mit oder schaltet zur falschen Zeit ab. Die Ladeg und Ladeende-Erkennung wird dadurch unzuverlässig, der Akku kann überladen werden. Fairerweise muss man sagen, dass letzeres bei Xiaomi und Ninebot zwar nicht passiert, da schaltet das BMS bei vollem Akku ab, aber dieses "unsaubere Laden" ist nun mal nix und auch nicht gesund. Warum wohl wird jeder Akku mit KONSTANT-Strom/Spannung geladen 🙃...

Dann noch die Rückspeisung. Viele Ladegeräte haben am Ausgang keine Sperrdiode. Fällt also eins aus oder steckt nicht richtig in der Steckdose oder bei der fliegt die Sicherung raus ( alles theoretisch möglich), speist das andere Gerät bzw. der Akku in dessen Ausgang zurück- das wird dann definitiv zum Briefbeschwerer oder heiß und feurig.

Also lass es einfach. Wenn dir 5A (im Kopf) doch zuviel sind (mein Pro 2 hat den gleichen Querschnitt zwischen Ladebuchse und BMS und verträgt das seit Jahren), hol dir EIN 4A Ladegerät.
 
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Aktuell lass ich alles so, es war eher eine Überlegung ob es noch weitere Lösungen für ein schnelleres Laden gibt. Meiner Meinung nach wird das Aufladen vor allem vom BMS bestimmt, wie du selber sagst. Mit zwei identischen Netzteilen die gleich reagieren wär ich schon der Meinung dass man das zumindest mal ausprobieren müsste. Tatsächlich haben sehr viele eRoller ab Werk zwei Anschlüsse für zwei Netzteile.

Meine Reichweite ist echt nicht mehr hoch, dem Roller merk man sein beträchtliches Alter und den harten Einsatz inzwischen an.

Von daher ist das fixe 5A Nachladen unterwegs echt genial. War gestern wieder draussen auf dem Campingplatz. Während ich in Ruhe geduscht hab war er von 50% auf 90%, echt super.
 
Aktuell lass ich alles so, es war eher eine Überlegung ob es noch weitere Lösungen für ein schnelleres Laden gibt. Meiner Meinung nach wird das Aufladen vor allem vom BMS bestimmt, wie du selber sagst. Mit zwei identischen Netzteilen die gleich reagieren wär ich schon der Meinung dass man das zumindest mal ausprobieren müsste.
Es gibt keine zwei identischen Netzteile, da es Fertigungstoleranzen gibt, gerade beim Wickeln der Spulen.
Tatsächlich haben sehr viele eRoller ab Werk zwei Anschlüsse für zwei Netzteile.
Nein, gibt es in der Tat nur sehr wenige und die sind dann entsprechend der Ladelogik des BMS afür ausgelegt- nicht im Nachhinein zusammengepfuscht.

Aber ich bin hier nun raus, nichts für ungut, aber- du stellst erst Fragen, deren Antwort du nicht kennst (sonst würdest du gar nicht erst fragen), dann passen dir die Antworten nicht in deinen Kram und du fängst an, darüber zu diskutieren, ohne jegliche Grundlage/Fachwissen ( was du nicht hast, sonst - ich wiederhole mich- müsstest du gar nicht erst fragen).
Das ist eine Charaktereigenschaft, mit der ich persönlich nicht klar komme.

Also entweder nimmst du die Tipps und Ratschläge, die auf jahrelanger Erfahrung, Fachwissen (und bei mir zusätzlich einer Ausbildung als Energieekektroniker) an, ohne die Antworten als falsch zu bezeichnen und zerreden zu wollen - oder du machst einfach dein Ding, so wie du es in deinem Kopf bereits beschlossen/dir eingeredet hast- was auch völlig ok ist, aber dann stell keine Fragen, deren Antwort du nicht hören willst 😏.

Von daher ist das fixe 5A Nachladen unterwegs echt genial. War gestern wieder draussen auf dem Campingplatz. Während ich in Ruhe geduscht hab war er von 50% auf 90%, echt super.
Dann ist ja alles geklärt.