Pimp my Akku - Teil 2 - Ninebot G30

michi_gecko

Content-Creator
25 Juni 2020
962
1.025
Bludenz, Österreich
E-Scooter
M365X-treme 12S 24Ah
Und die Reise geht weiter....

12S9P für den G30
ergibt ca. 31Ah bei 50,4V max und 43,2V nominal.
Unter Volllast wird jede Zelle ca. 4 Ampere liefern, das ist noch im Rahmen.

Ausgangslage:
Mein m365 Pro 1. Generation ist jetzt 3 Jahre alt. Er läuft zwar noch passabel, nur die Frage ist wie lange noch.
Durch glückliche Zufälle ist mir ein G30 in meiner Traumkonfiguration in die Hände gefallen: Ohne Akku und ohne Ladegerät.

Vorwissen:
mittlerweile sind ja solche Umbauten an der "Tagesordnung"

Herausforderung:
Den Kompromiss zwischen Ah, minimum Ampere und Gewicht zu finden.
Ich muß den Scooter ja am Bahnhof die Treppe rauf und runter tragen können.
Ziel wäre gewesen ~20 kg, ich hoffe ich bleibe unter 21kg.
Trotzdem war mir etwas mehr Ah als im m365 wichtig, damit die Reichweite nicht zu gering wird.
Alu Schienen müssen raus. Hoffentlich passt das Gehäuse in irgend eine Fräsmaschine bei uns in der Firma. Sehe ich demnächst.

Was bisher geschah:
BMS LLT common Port 60A bestellt
Zellenhalter und sonstiges Kleinmaterial auf Stand gebracht.
Zellen bestellt. Nachdem ich im Frühjahr für mich selbst um die 300 Zellen verarbeiten soll, sind es refurbished Zellen geworden.
Akku wird wieder 12S, das sollte vom Top-Speed reichen. Vor allem hab ich dafür schon ein potentes Ladegerät.


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Akkublock vom meinem bewährten Lieferanten.
Es sind refurbished Blöcke, die Zellen sind wie neu.

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10P wäre sich noch ausgegangen in einen G30. Allerdings brauch ich noch etwas "Luft" für Step Down und sonstigen Kram. Und 9P ist auch viel einfacher zum Punkten.

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Aufbau ist Standard.
Zellenhalter
extra Isolation am Pluspol (ja ein wilder Farb-Mix)
Zwischen jedem Zellenblock noch eine Lage Isolierpapier und im Akku zwei Temperaturfühler.


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Auf den Fotos mit Zoom sehen die Schweißpunkte immer so fürchterlich aus.
Die fetten Leitungen werden natürlich vor dem Punkten der Nickelstreifen gelötet.

Nickelstreifen ist in der Mitte doppel-lagig. Insgesamt ca. 6mm² Querschnitt, mehr braucht es nicht.
Ein Temperaturfühler ist genau in der Mitte vom Akku, da war die Leitung zu kurz. Der andere eher am Rand. Das BMS hat auch noch einen Fühler verbaut.
Fixieren der BMS Leitungen erfolgt mit sparsam Heißkleber. Wenn die zweite Schicht Isolierpapier und das ganze im Schlumpf-Folie verpackt ist, bewegt sich da nix mehr.

BMS ist mittlerweile verlötet. Balancing und Testlauf mit 30Ah wird wohl einige Zeit dauern.
 
7 Januar 2021
66
43
E-Scooter
X... S1
Mega Projekt 👍

Und bei deiner qualität der Dokumentation... Bestimmt nicht der letzen Umbau dieser Art hier im Forum ^^

Shapo shapo
 

michi_gecko

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25 Juni 2020
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Testlauf ist mittlerweile fertig.
Von 4,150 V auf 3 V runter. Ging 7,5 Stunden von 4,2 A bis 3,1 A.
Grob geschätzt im Mittel 3,6A bei 7,5 Stunden hätte ich mit ca. 28Ah entnommener Kapazität geschätzt.

1674466526727.png
Spannungsabweichungen sind aus meiner Sicht sehr gut. Erst unter 3,2 V Zellenspannung gibt es messbaren Drift.
Hab jetzt nicht mehr voll geladen. Nach 10 Minuten laden gingen die Zellenabweichungen wieder auf 0,005V zurück.
 
  • Liebe zum Detail! (2 Punkte)
  • Hilfreich!
Reaktionen: Mc Kuc und Dr.One

michi_gecko

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25 Juni 2020
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es geht weiter nach dem Motto "mühsam ernährt sich das Eichhörnchen"

Zwischendurch gab es eine Exkursion zu einem professionellen Akku-Fertiger.
Sehr interessant wie die mit der Sicherheit umgehen.
Und welche Technologie so verwendet wird. Laserschweißen von Kupfer. Über Wolfram-Elektroden Kupfer thermisch schweißen.

Wir durften dann auch selber ein paar Zellen klassisch punkten.
Mit 2-3 Volt ca. 2500 Ampere. Der Anpressdruck wird von der Maschine festgelegt.
Anschlussleitungen für die Elektroden 2 x 2 x 90mm²

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Nachdem mein Akkupack 108mm breit ist, mussten die Stege raus.
Bei uns in der Firma mit den Kollegen in der mechanischen Fertigung mal das besprochen.
Auf dem Frästisch wäre möglich. Allerdings blöd zum fest spannen. Dann Motor, Schutzblech, Lenkstange abmontieren. Gummimatte müsste auch runter.
Bei unseren Maschinen ist es auch kanpp mit dem Bohrfutter, daß sie überhaupt so weit rein kommen.
Daher --> Winkelschleifer. Die Kollegen meinten das geht sicher schneller und ähnlich gut.

Gesagt, getan.
Makita Winkelschleifer mit einem 24er Schleifpapier. Gibt ein ziemliche Sauerei, aber war in einer halben Stunde erledigt.
Wen es interessiert, PSA: Gehörschutz, seitlich abschließende Brille und Atemschutz.

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Bis ganz in die Ecken bin ich nicht gekommen. Die Reste hab ich mit meinem Makita Multitool raus bekommen.

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Jetzt hab ich gute 5mm Luft in der Höhe. Genug also um den Akku weich und formschlüssig da rein zu packen.

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Jetzt gehts dann weiter mit Bodenblech, neue Gewinde für M5.
Leider bin ich die nächsten Wochen unterwegs.