Zweites BMS nur zum laden.

18 Dezember 2020
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Berlin
E-Scooter
Ninebot G30D, G2D
Gibt es eig Probleme mit der Elektrik oder dem originalen BMS , wenn ich an meinen Akku ein zweites BMS , nur zum Aufladen anschließe?

Weil ich habe ja einen DIY 10s12p Akku im G30 Akkufach.
Da würde ich schon gerne mit 6-10A aufladen. Leider macht das originale BMS das nicht mit.

Die frage ist also , ob man das BMS einfach so anschließen kann und in wie weit man den Ladeport umbauen müsste , damit der Port nicht abbrennt.
 
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Gibt es eig Probleme mit der Elektrik oder dem originalen BMS , wenn ich an meinen Akku ein zweites BMS , nur zum Aufladen anschließe?

Ein zweites BMS macht überhaupt keinen Sinn, weil es letztendlich keine zusätzliche Sicherheit schaft.

Alles was das zweite BMS kann, kann der Lader von selbst.

@
Doragonnaito42
Doragonnaito42 Bypass: den Ladeanschluss auf den Leistungs-Ausgang vom Akku einzuschleifen mit einem simplen Y-Kabel?

Das wäre die Lösung, allerdings sollte man mit der Kabelführung vorsichtig sein. Theoretisch (!!!!) sollte der Ausgang vom Akku kurzschlussfest sein und das originale BMS in der Lage sein bei Überspannung von aussen abzuschalten.

Auch die Spannungen der Zellblöcke werden (theoretisch) überwacht. Das BMS läuft ja dauerhaft.

Es sollten aber Kabel und Ladegerät (!!!) den Rückstrom vom Akku aushalten wenn mal ein Stromausfall da ist. Der Akku kann halt locker seine 35A raushauen, bevor da was abschaltet.

Bei 40 Volt sind das 1400 Watt.

Das kann einiges grillen. Eine Sicherung wäre sicherlich nicht falsch. Man könnte auch über eine entsprechende Diode nachdenken, je nachdem, wie paranoid man ist.

Mit billigem Chinakrams würde ich sowas nicht unbedingt machen wollen.

Ob ich Dir das generell raten würde? Hm, bei einem DIY Akku kannst Du das nur selbst entscheiden/beantworten. Wenn Du keine Schwachstellen eingebaut hast, sollte das gehen.

Wenn Du allerdings nicht genug parallele Zellverbinder zwischen den Blöcken hast, oder die Zellen direkt aufeinander gepappt hast oder ...

Just my 2Cent
 
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Ich will ja keine doppelte Sicherheit. Das Ding soll nicht parallel laufen.
Ich will damit dann nur laden.

Das Originale BMS schafft halt keine z.b 6 oder 8 oder 10 A.
Mit dem 10s12p Akku und 3A dauert das einfach zu lange. Selbst mit 4 oder 5 wird das nicht viel besser... Auch wenn ich nur alle Woche mal nachladen muss....


Mein bedenken war nur , dass das Originale BMS damit nicht klar kommen könnte , wenn der Akku erst leer war und beim nächsten Start wieder voll , obwohl es keinen Ladestrom bekommen hat. Nicht dass es da Fehler gibt.

Die Ladebuchse muss ich dann mit dicken Kabeln und einer besseren Buchse versehen. Eine extra Sicherung ist da auch eine gute Idee.
 
Mein bedenken war nur , dass das Originale BMS damit nicht klar kommen könnte , wenn der Akku erst leer war und beim nächsten Start wieder voll , obwohl es keinen Ladestrom bekommen hat. Nicht dass es da Fehler gibt.

Also ohne Gewähr und Garantie: technisch "sollte" das originale BMS vom Aufbau her nach meiner "Interpretation" von Schaltung und Bauteilen als eigenständige und alleinige Sicherheitsschaltung funktionieren.

Das Ding hat einen eigenständigen Ladechip, der die Einzelzellen und die Akkuspannungen und Ströme überwacht. Die "Sicherungen" sind als FETs ausgeführt und davon unabhängig.

Zusätzlich gibt es noch einen Prozessor, der die Daten der Ladeelektronik auswertet und für die App darstellt. Der Prozessor kommuniziert auch mit dem ESC.

Es gibt also eine Menge Redundanz in dem BMS. Wie nun alles im Einzelfall funktioniert, kann ich nur vermuten. Aber die Ladeüberwachung funktioniert auch ohne die CPU.

Umgekehrt wohl eher nicht. Das blaue oder rote Blinken ist jedenfalls das Zeichen, dass der Prozessor gestartet ist und alles soweit OK ist.

Es könnte tatsächlich passieren, dass eine Sicherheitschaltung greift, wenn z.B. die Spannung eines Zellblocks beim Laden zu hoch geht.

Aber dann setzt ein Bleeding mit einigen mA ein und irgendwann sollte das BMS den Ausgang wieder aktivieren.

Wie gesagt, alles ohne Gewähr. Ich bin nicht schuld, wenn ich Quatsch erzähle oder was falsch verstanden habe.

Ich habe mir Mein KnowHow auch nur aus Datenblättern zusammengelesen. Aber es müsste stimmen, was ich schreibe. :unsure:

Ich habe mir jedenfalls ein Schaltbild vom M365 BMS angesehen. Das ist recht ähnlich aufgebaut.
 
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Funktioniert denn ein g30d bms dann auch mit einem M365 Controller……?

Mit entsprechender Firmware sollte das kein Problem sein. Es gibt ja auch die Möglichkeit ein China BMS (Daly) zu patchen und entsprechend zu nutzen.

Ich bin aber nur Hardwaremäßig einigermaßen firm. Da fragst Du lieber die Spezies, die sich richtig gut auskennen.

Ich bin froh, wenn ich Codeschnipsel von anderen zusammengefügt bekomme und das Resultat das tut, was es soll.

Wenn ich dann auch noch verstehe, was ich da "programmiert" habe, bin ich zufrieden.

Gefährliches Halbwissen nennt man das wohl 🤪
 
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Was ist der Unterschied zwischen KERS und Laden?
Eben.

Ist halt die Frage wie das BMS das Balancing steuert, ich würde vermuten dass es das macht ab xx Volt, egal woher der Strom kommt. Aber das ist eher Rätsel raten, lässt sich aber ausprobieren.
 
Was ist der Unterschied zwischen KERS und Laden?
Kers kommt mal ein paar Minuten und Laden tut man mehrere Stunden. Das wird das BMS nicht aushalten, Bypassed einfach die Ladebuchse und ladet den Akku direkt mit bis zu 15A (1C). Wenn ihr Balancieren wollt am Schluss, stellt euren Charger, wenn ihr denn einen findet, auf 40.9V oder 40.5V oder so und ladet den Rest über den BMS Eingang.
 
Kers kommt mal ein paar Minuten und Laden tut man mehrere Stunden. Das wird das BMS nicht aushalten, Bypassed einfach die Ladebuchse und ladet den Akku direkt mit bis zu 15A (1C). Wenn ihr Balancieren wollt am Schluss, stellt euren Charger, wenn ihr denn einen findet, auf 40.9V oder 40.5V oder so und ladet den Rest über den BMS Eingang.

Mit Verlaub, so einen Ratschlag solltest Du nicht geben! Ein FET ist im durchgeschaltetem Zustand ein Widerstand mit wenigen Milliohm. Der macht von sich aus überhaupt nichts aus, wenn der FET im Rahmen der Specs betrieben wird.

Technisch wird über einen Shunt der Spannungsabfall gemessen und damit der Strom ermittelt. Das ist quasi die Basis für einen Überlastschutz.

Es gibt Spezialisten, die das brücken und damit als "BMS-Bypass" das lästige wegschalten des BMS beim Original Akku verhindern.

Das BMS kann dann nicht mehr abschalten und hat als einzige Funktion das 30-60 mA Bleeding bei falsch balancierten Zellblöcken.

Auch die Thermosicherung im BMS greift nicht mehr (damit meine ich nicht die zwei Temperaturfühler sondern das weiße "Ding", was zwischen den Zellen steckt!).

Wenn in einem Zellblock Zellverbinder reissen, hat der Zellblock dadurch meist eine geringere Kapazität, wenn einige Zellen "abgeschnitten" sind. Damit "knallt" der Lader den Zellblock in kürzester Zeit randvoll und darüber hinaus, obwohl die anderen Zellblöcke lange noch nicht ansatzweise voll sind!

Spätestens wenn Zellen ungleich altern, entstehen unterschiedliche Kapazitäten der Zellblöcke und auch unterschiedliche Innenwiderstände der Zellen.

Das BMS versucht lediglich die Bleedingwiderstände im betreffenden Zellblock bei Überladung zu aktivieren. Mehr kann es nicht, weil die Überlast FETs deaktiviert sind.

Ebenso würde ein Kurzschluss zu einem Problem werden. Ausserdem ist da immer noch die Frage, ob das Ladegerät bei einem Problem im Lader den "Rückstrom" vom Akku übersteht.

Da hängt dann die volle Kurzschlussleistung vom Akku drauf! Was dann als erstes brennt, lässt sich kaum vorhersagen. Mit Chance irgendwas im Lader. Mit Pech irgendwas im Akku.

Sowas ist wirklich eine Anleitung zum Bombenbau!
 
Das BMS in irgendeiner Weise beim Laden zu übergehen, kann ich nicht gut finden. Finde das ist die wichtigste Aufgabe beim Laden.

Evtl könnte Doragonnaito42 Doragonnaito42 nochmal genau sagen, was er "überbrücken" will. Ich habe nur etwas von der Ladebuchse gelesen, vom BMS nicht so eindeutig.

Wenn das BMS den Fahr-Strom und den KERS-Strom abkann, dann ist ein Ladestrom über diesen Weg kein Thema. Wie lange das dauert, muss egal sein. Das BMS muss das sowieso erkennen und abschalten können, wenn es ihm nicht passt.

Wenn beim Laden das BMS umgangen wird, und direkt die Zellen geladen werden, haben wir folgende Probleme:
  • Überladen eines Blockes ist nicht abgesichert
  • Überladen des Pack's ist nicht abgesichert
  • Kein Schutz gegen einen Kurzschluß im Lade-Pfad

die drei Dinge möchte ich nicht erleben.

Ich würde eher bei 0,5C Ladestrom bleiben. Die Ladegeräte mit viel Stom gibt's nur gut&teuer oder billig&grottenschlecht. So ein Billig-Teil wäre mir zu gefährlich.
Bei dem angesprochenen 12P Akku wären das immer noch ca. 1,5A x 12 = 18A --> ca. 700 Watt. Bei 10% Verlusten im Lader entspricht das der Abwärme einer konventionellen Glühbirne.