F2 Pro maximale Geschwindigkeit

16 Februar 2026
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E-Scooter
Noch keinen
Hallo,
Es gibt hier ja zahlreiche Themen und Beiträge, zum Tuning des Ninebot F2 Pro. Aber was mich interessieren würde, wie schnell der Ninebot F2 Pro fährt, wenn man ihn über SHU tunt, ohne das einem die Kabel wegschmelßen.
Einen schönen Abend euch noch
LG
 
Hallo,
Es gibt hier ja zahlreiche Themen und Beiträge, zum Tuning des Ninebot F2 Pro. Aber was mich interessieren würde, wie schnell der Ninebot F2 Pro fährt, wenn man ihn über SHU tunt, ohne das einem die Kabel wegschmelßen.
Einen schönen Abend euch noch
LG

Ninebot F2 Pro Tuning – Der „Sweet Spot“ zwischen Speed und Hardware-Sicherheit
Hallo,
da es zum Ninebot F2 Pro viele Fragen bezüglich der thermischen Belastbarkeit gibt, hier eine detaillierte Zusammenfassung basierend auf umfangreichen Tests und den aktuellen technischen Möglichkeiten der SHFW v3.10.0.
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1. Der „Safe-Spot“ für den Alltag
Wer eine gesunde Mischung aus Langlebigkeit und Leistung sucht, sollte das Tuning so wählen, dass man konstant bei etwa 35 bis 40 km/h landet. In diesem Bereich ist die thermische Belastung für die Kabel und den Controller bei moderater Fahrweise noch gut vertretbar.
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2. Das Experten-Setup (Maximal-Tuning)
Wenn du das Maximum ausreizen möchtest, hat sich in ""Langzeittests"" (über 6 Monate) folgendes Setup als leistungsstark erwiesen, sofern man die Hardware im Blick behält:
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Gasgriff-Modus: Power-based (DPC) mit 29A.. (Beim F2 liegt der empfohlene Sicherheitsbereich zwischen 25A und maximal 30A)
Acceleration Boost: 30% (für kräftigen Anzug ohne unnötige Hitze bei 0 km/h)
Motor PWM Overmodulation: Aktiviert (erlaubt ca. 10% höhere Spannung/Drehzahl)
Field Weakening (Feldschwächung):
Startspeed: 22/23 km/h (optimal nach der 7–10 km/h Regel unter dem Speed-Limit ohne FW)
Variable Field Current: 1500 mA
Max. Feldstärke (Id): 32 A (Dies ist das absolute nominelle Limit der Kabel)
Max. Drehmoment (Iq): 66 A (Nahe am Standardwert von 65 A für eine stabile Regelung)
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3. Was bringt dieses Setup in der Praxis?
Mit diesen Werten erreicht der F2 Pro folgende Geschwindigkeiten:
Gerade Strecke: ca. 43/45 km/h
Leichtes Gefälle: ca. 47/48 km/h
Starkes Gefälle: Kurzzeitig bis zu 55 km/h (absolutes Maximum)
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4. Wichtige Sicherheitshinweise & Hardware-Limits
Tuning in diesen Bereichen ist kein „Set-and-Forget“. Man muss die Physik respektieren:
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Dauervollgas vermeiden: Man sollte diese Geschwindigkeiten nicht über mehrere Kilometer hinweg am Stück halten. Die größte Schwachstelle ist hier oft nicht das Motorkabel, sondern das BMS. Bei zu langer Dauerlast können die MOSFETs am BMS heiß laufen oder sogar schmelzen.
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Thermische Überwachung: Nutzt regelmäßig den „Handtest“ am Motor. Er sollte nicht so heiß sein, dass man ihn nicht für 5 Sekunden berühren kann (entspricht ca. 60°C).
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Phasenstecker: Da die Kabel nominell nur bis 32 A ausgelegt sind, drohen bei Überlastung geschmolzene Stecker. Wer dauerhaft so fahren möchte, sollte ein Upgrade auf Amass MT-60 Stecker in Betracht ziehen, die 30 A Dauer- und 60 A Spitzenlast sicher bewältigen.
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PWM-Frequenz: Standardmäßig sind 16 kHz (DRV187) eingestellt. Ein Erhöhen auf bis zu 24 kHz lässt den Motor zwar leiser und kühler laufen, belastet aber den Controller thermisch stärker. Da der Controller/BMS beim F2 die empfindlicheren Bauteile sind, ist hier Vorsicht geboten.
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Fazit: Ein Speed zwischen 40 und 45 km/h ist mit der SHFW absolut machbar, ohne dass sofort Kabel schmelzen. Man muss jedoch die Thermik im Auge behalten und dem System nach Sprints Abkühlphasen gönnen.
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Viel Spaß beim Tüfteln, aber immer mit Bedacht!
LG



Zum Schluss möchte ich betonen, dass ich hier lediglich meine persönlichen Erfahrungen und Ergebnisse aus meinen privaten Testreihen teile. Ich mache das rein hobbymäßig und bin kein Techniker, Wissenschaftler oder professioneller Experte.
Daher übernehme ich keinerlei Gewährleistung oder Haftung für die Funktion, Richtigkeit oder Sicherheit der genannten Einstellungen. Jede Nachahmung erfolgt ausdrücklich auf eigene Gefahr. Denkt bitte daran: Eingriffe in die Firmware und das Verändern von Leistungswerten können euren E-Scooter dauerhaft schädigen. Ihr seid zu 100 % selbst für die Werte verantwortlich, die ihr am Ende in eurem Scooter konfiguriert. Bitte prüft alle Parameter eigenständig und nutzt diesen Beitrag lediglich als Orientierungshilfe aus der Praxis.​
 

Ninebot F2 Pro Tuning – Der „Sweet Spot“ zwischen Speed und Hardware-Sicherheit
Hallo,
da es zum Ninebot F2 Pro viele Fragen bezüglich der thermischen Belastbarkeit gibt, hier eine detaillierte Zusammenfassung basierend auf umfangreichen Tests und den aktuellen technischen Möglichkeiten der SHFW v3.10.0.
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1. Der „Safe-Spot“ für den Alltag
Wer eine gesunde Mischung aus Langlebigkeit und Leistung sucht, sollte das Tuning so wählen, dass man konstant bei etwa 35 bis 40 km/h landet. In diesem Bereich ist die thermische Belastung für die Kabel und den Controller bei moderater Fahrweise noch gut vertretbar.
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2. Das Experten-Setup (Maximal-Tuning)
Wenn du das Maximum ausreizen möchtest, hat sich in ""Langzeittests"" (über 6 Monate) folgendes Setup als leistungsstark erwiesen, sofern man die Hardware im Blick behält:
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Gasgriff-Modus: Power-based (DPC) mit 29A.. (Beim F2 liegt der empfohlene Sicherheitsbereich zwischen 25A und maximal 30A)
Acceleration Boost: 30% (für kräftigen Anzug ohne unnötige Hitze bei 0 km/h)
Motor PWM Overmodulation: Aktiviert (erlaubt ca. 10% höhere Spannung/Drehzahl)
Field Weakening (Feldschwächung):
Startspeed: 22/23 km/h (optimal nach der 7–10 km/h Regel unter dem Speed-Limit ohne FW)
Variable Field Current: 1500 mA
Max. Feldstärke (Id): 32 A (Dies ist das absolute nominelle Limit der Kabel)
Max. Drehmoment (Iq): 66 A (Nahe am Standardwert von 65 A für eine stabile Regelung)
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3. Was bringt dieses Setup in der Praxis?
Mit diesen Werten erreicht der F2 Pro folgende Geschwindigkeiten:
Gerade Strecke: ca. 43/45 km/h
Leichtes Gefälle: ca. 47/48 km/h
Starkes Gefälle: Kurzzeitig bis zu 55 km/h (absolutes Maximum)
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4. Wichtige Sicherheitshinweise & Hardware-Limits
Tuning in diesen Bereichen ist kein „Set-and-Forget“. Man muss die Physik respektieren:
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Dauervollgas vermeiden: Man sollte diese Geschwindigkeiten nicht über mehrere Kilometer hinweg am Stück halten. Die größte Schwachstelle ist hier oft nicht das Motorkabel, sondern das BMS. Bei zu langer Dauerlast können die MOSFETs am BMS heiß laufen oder sogar schmelzen.
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Thermische Überwachung: Nutzt regelmäßig den „Handtest“ am Motor. Er sollte nicht so heiß sein, dass man ihn nicht für 5 Sekunden berühren kann (entspricht ca. 60°C).
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Phasenstecker: Da die Kabel nominell nur bis 32 A ausgelegt sind, drohen bei Überlastung geschmolzene Stecker. Wer dauerhaft so fahren möchte, sollte ein Upgrade auf Amass MT-60 Stecker in Betracht ziehen, die 30 A Dauer- und 60 A Spitzenlast sicher bewältigen.
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PWM-Frequenz: Standardmäßig sind 16 kHz (DRV187) eingestellt. Ein Erhöhen auf bis zu 24 kHz lässt den Motor zwar leiser und kühler laufen, belastet aber den Controller thermisch stärker. Da der Controller/BMS beim F2 die empfindlicheren Bauteile sind, ist hier Vorsicht geboten.
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Fazit: Ein Speed zwischen 40 und 45 km/h ist mit der SHFW absolut machbar, ohne dass sofort Kabel schmelzen. Man muss jedoch die Thermik im Auge behalten und dem System nach Sprints Abkühlphasen gönnen.
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Viel Spaß beim Tüfteln, aber immer mit Bedacht!
LG


Vielen Dank für deine umfangreiche Antwort. Ich denke, dass dies vielen helfen wird. Auch danke, dass du Beispiel Settings genannt hast 👍