G2D vs EPF-2 XT 835 als Zweit-Roller

21 August 2023
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E-Scooter
F40D II
Moin Leute,

Fahre seit einer Weile einen Ninebot F40D2 und bin mit der Qualität und der Leistung ganz zufrieden. Klar könnte er mehr Leistung haben, aber bei meinem Gewicht (75kg) und Streckenprofil (hoher Norden) komme ich im D Modus schon an die 40km.

Hätte jetzt gerne einen zweiten Roller für längere gemütliche Touren. Federung muss sein, größerer Akku bzw. Reichweite und etwas besserer Anzug für den Spaßfaktor darf es natürlich auch sein.
Fahre hauptsächlich auf Radwegen von top bis "Wurzelschäden sind ein Witz dagegen", Kreisstraßen zwischen Feldern und Waldradwege (10%).
Transportabilität ist egal.

Aus meiner Recherche ergibt sich sich erstmal folgendes Bild

G2D
Voll gefedert - absoluter Pluspunkt
450W
900W Peak
Preis unter 800€ im Angebot bis 899€

Laut Erfahrungsberichten sind die Reichweiten leider sehr unterschiedlich, der eine schafft mit 90kg 50km, der andere im Flachland mit 70kg angeblich nur 30km.
Die 900W werden wohl auch nicht immer abgegeben wo sie eigentlich da sein sollten und in Steigungen gibt er sehr schnell auf. Ist für mich auch im Flachland relevant, weil ich keine Lust habe an jeder Unterführung schieben zu müssen.
Qualität ist bei meinem F40 echt gut, habe aber trotzdem Angst wegen dem schlechten Service von Segway, wenn wirklich mal etwas kaputt geht, was man nicht eben selbst reparieren kann.

EPF-2
Federung vorne
500W
1200W Peak
Reichweite ohne Ende
Nur IPX4
Blinker hinten
Preis mit Gutscheinen usw. mind 1039€

Hier scheinen sich die Reichweiten tatsächlich etwas einheitlicher um die 70km zu bewegen.
Die Federung vorne ist nicht hydraulisch und hinten ist man wieder ungefedert unterwegs. Einige berichten, dass die Federung auf das max. Zulässige Gewicht ausgelegt ist und man als Durchschnittsmensch die Federung kaum merkt.
Der IP Schutz 4 ist für mich schon echt kritisch. Wasser und Regen gehört hier nunmal dazu. In 3 std kann das Wetter doch mal umschlagen und dann habe ich keine Lust, dass der Roller gleich den Geist aufgibt.
Die Fahrstufen sind unsinnig und nur S wirklich brauchbar.
1200W Peak sind für den Spaßfaktor natürlich nicht schlecht.
Service scheint bei Epowerfun super zu sein.

Habe ich etwas übersehen?
Liege ich irgendwo falsch?
Was würdet ihr eher empfehlen?
Ist der EPF-2 so gut, dass er die 200€ mehr Wert ist?

Gebe auch zu, dass der Vergleich etwas hinkt und der XT 600 oder gar 480 vergleichbarer sind was Preis und Reichweite angeht.
 
Die Reichweite mit Deinen persönlichen Umständen kannst Du Dir doch selbst errechnen. Bisherige Akkukapazität durch die von Dir bei Deiner Fahrweise und den lokalen Umständen real erreichten km dividiert ergibt Deinen persönlichen Bedarf in Wh/km. Dann einfach die Akkukapazitäten anderer E-Scooter errechnet (also nominale V * Ah = Wh) und durch den zuvor für Deinen Bedarf ermittelten Wert dividiert. Schwupps hast'e Deine persönliche Reichweite. ;) Die in der Realität vorhandenen Unterschiede zwischen einem 10S- (aka 36 V) und einem 13S- (aka 48 V)-Akku (je höher die Nominalspannung desto besser) vergessen wir jetzt der Einfachheit halber, denn sonst müssen wir auch noch die Unterschiede im Fahrzeuggewicht berücksichtigen usw.

Übrigens jonglieren meine eigenen Gedanken auch ständig zwischen einem G2 und dem XT835. Für den XT835 spricht eigentlich wirklich nur mehr die höhere Akkukapazität und eventuell auch noch das hintere Blinkerpaar, wobei letzteres bei großen Touren eine deutlich geringere Rolle spielt als im Alltag, wofür ich aber die Akkukapazität wieder nicht benötige. Vor dem Erscheinen des G2 waren meine Gedanken eher beim XT835, seit dem eher bei G2; unter anderem wegen der Vollfederung und den Tuningmöglichkeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, die Reichweiten errechne ich genau so. Immer erstmal vorsichtig mit 14Wh/km. Realistisch komme ich mit dem F40 wohl sogar mit ca 10Wh/km hin, was einige anscheinend auch mit dem G2D schaffen. Bei dem Reichweitentest Video vom EPF-2 480 ist Epowerfun ja sogar noch unter 10Wh/km geblieben, wenn sie mit 480Wh über 50km schaffen.

Wäre natürlich schön mal 70km Touren zu fahren, aber halt auch nur, wenn der EPF dann auch etwas komfortabel ist.
Beim G2D ist das ja wohl nicht das Problem, dafür schafft man halt "nur" 50km im D Modus.
 
Bei Bedarf nach mehr Reichweite würde ich einfach einen Zusatzakku kaufen und je nach Bedarf halt dran machen bei längeren Touren.
Stand vor derselben Entscheidung und habe mich für den Max G2 entschieden.
War goldrichtig. Fahrkomfort ist einfach überragend.
Bei dem EPF stört mich auch ganz einfach, dass man für einen deutlichen Aufpreis eigentlich kaum Mehrwert bekommt, wenn man den größeren Akku und Komplettfederung verrechnet.
 
Wäre natürlich schön mal 70km Touren zu fahren, aber halt auch nur, wenn der EPF dann auch etwas komfortabel ist.
Beim G2D ist das ja wohl nicht das Problem, dafür schafft man halt "nur" 50km im D Modus.
Ich fahre auch gerne gemütlich und lange Strecken.
Mit meinen 80kg schaffe ich im S-Modus in der Stadt mit ständigem Stop+Go ca. 35 und über Land bei 80% Vollgas knapp 50 Km.
ECO und D-Modus habe ich nicht getestet. Bei Windstille und entsprechenden Außentemperaturen ist bestimmt auch mehr möglich.

Ich habe mir den G2 aber nicht nur wegen der Vollfederung sondern auch wegen der kurzen Ladezeit von 3 Std. mit dem optionalen Schnelllader gekauft.
Wenn ich meine Powerstation im Auto mitnehme, mache ich mal eine etwas längere Pause und lade den Akku nach.
Das schränkt natürlich den Radius etwas ein, aber besser als nichts.
Für nächstes Jahr habe ich den Elite-X vorbestellt, der einen herausnehmbaren Akku hat.
Meine Idee dabei ist, einen Zweitakku im Rucksack oder einer Tasche mitzuführen. Imo aber nur Ideen.

Der Elite-X kommt aber erst im Dezember nach Deutschland und bis dahin ist der G2 aktuell und für den Preis eigentlich konkurenzlos.
Ich wohne in einem kleinen Bergdorf. Hier gibt es nur eine Steigung, die der G2 mit mir bis auf die letzten 5 m nicht geschafft hat.
Aber alle anderen Steigungen zieht der hier fast überall mit vollen 22 km/h hoch.
 
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