Lenkung geht etwas schwer

10 Juli 2020
26
20
E-Scooter
Ninebot Max G30D
Mahlzeit in die Runde,
bei meinem G30D geht die Lenkung am Anschlag rechts/links etwas schwer. Aus Erfahrung beim Motorrad weiß ich das der Lenker eigentlich leicht nach links oder rechts "fallen" muss ohne schwergängig zu sein. Ich habe die "Lenkkopfschraube" oben unter der Verriegelung schonmal etwas gelöst und in die Spalte darunter am Lenkkopf etwas WD-40 PTFE Schmierfett gesprüht, 2-3 Stöße aber das hat bisher nichts gebracht. Vermtl. muss ich das eben etwas zerlegen und das Lager ordentlich fetten oder irre ich mich. Ich habe keine 2 linke Hände, wollte nur wissen ob ich richtig liege oder es mehr mit Anzugsdrehmoment zu tun hat, wobei ich eigentlich meine, dass ich die die mittige Inbus-Schraube so gerade etwas über leicht Handfest (mein Handrehmoment sagt etwa 15-20Nm) gezogen habe da zuviel Druck aufs Lager meistens die Probleme verursacht.
Gibts da einen Tipp zu oder eben zerlegen und nachfetten?

Grüße
7ofNine
 
habe bisher erst ein weiters mal von einem schwer gängigen Lenker gehört, daher kann ich deine Kernfrage nicht beantworten, aber ja er sollte leichtgängig sein.

Aber da du scheinbar mechanisch keine 3 linken Hände :P ... hier eine Vorschau / Inspiration:

der Kollege ersetzt die Lager gleich komplett gegen zwei Separate Teile. Wenn man der automatischen Spracherkennung und Übersetzung glauben darf kamen die Teile als 2er pack aus dem Fahrradladen 🤷‍♂️

 
So mach isch datt beim Bot:
Zuerst die beiden 5er Imbusse unterhalb vom Klappgelenk lösen.
Dann erst mit der zentralen Lenkkopfschraube das Spiel einstellen.
Wenn sich das Ganze geschmeidig bewegt,Lenker und Rad zueinander wieder ausrichten und die beiden 5er Imbusse wieder festziehen.
 
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Ich habe mal irgendwo gelesen, das sei von ninebot so gewollt, um ein stabileres Fahrverhalten zu erreichen.
Leider habe ich, als ich davon gelesen habe, mir nur gedacht "das war doch bei dir auch so" und mir nicht gemerkt, wo ich es gelesen habe.
Sonst könnte/würde ich jetzt eine Quelle liefern.
Mein Vater hatte das nämlich bei einer Überprüfung meines G30 festgestellt, und es beseitigt. Und danach, empfand ich das Fahrverhalten wenn man mit einer Hand fährt, als noch gefährlicher.
 
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Yepp, man muss den Punkt zw. zu Fest und zu Lose treffen sonst plättest man ruckzuck die Lager.
Genau dazwischen solls sein 👍🏻
Zu Lose merkt man auch recht schnell, wenn man die Bremse zieht und dann die Lenkstange beim vor/zurückdrücken ein mech. Spürbares Spiel von sich gibt.
 
Yepp, man muss den Punkt zw. zu Fest und zu Lose treffen sonst plättest man ruckzuck die Lager.
Genau dazwischen solls sein 👍🏻
Zu Lose merkt man auch recht schnell, wenn man die Bremse zieht und dann die Lenkstange beim vor/zurückdrücken ein mech. Spürbares Spiel von sich gibt.
Aber auch nur wenn das Klappgelenk spielfrei ist. Hat man da so einen Gummitüddel drin, wird es schwieriger.
 
Da geh ich jezt mal von aus das jenes Korrekt eingestellt ist,sonst hätte man direkt die 2te Baustelle.
Diese Gummiadler sind m.M.n. eh ne Glaubensfrage.
Aber selbst mit diesem "Gadget" drinne spürt man ein "Loslager" 😁
 
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Ich hatte das "Lenkkopflager" ab Auslieferung auch zu stramm eingestellt. Habe es gelöst und bei gezogener Bremse das Spiel im Lager kontrolliert. Dann in Stufen soweit festgezogen, dass das Spiel gerade so raus war. Zu stramm eingestellt ist für Kugellager immer tödlich. Wobei dieses Lager sich ja zum Glück nicht so viel bewegt.
Ergänzend habe ich vor dem Einstellen Schraubensicherung Mittelfest auf das Gewinde der langen Schraube gegeben.
Lenkung flutscht und Spiel hat sich seit Monaten nicht verändert.
 
Mich würde mal interessieren was ihr als "zu Stramm" definiert. So leicht wie beim Motorrad ist es beim Roller garantiert nicht gewollt, allein schon wegen den kleinen Rädern. Selbst für fahrräder gibt es ja Lenkungsdämpfer/Federn für die Geradeausfahrt.
 
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Egal welches Fahrzeug, in ein Kugellager gehört minimales Spiel. Ansonsten ist es irgendwann kaputt.
Ich habe (wie oben beschrieben) bei gezogener Bremse am Lenker gewackelt und so lange enger gestellt, bis das Spiel raus war. So habe ich es dann gelassen. Für das Lager ist das eigentlich schon zu stramm. Normalerweise stellt man bis zu dem spielfreien Punkt und öffnet dann minimal. Das habe ich hier gelassen, weil es ja kein wirklich drehendes Lager ist.
 
Ich hab mal Schlosser gelernt und Maschinenbau studiert, keine Angst.

Den Lenkkopf hab ich allerdings noch nicht auseinander genommen weil sich kein Grund dafür bisher ergeben hat. Wenn das Lager nur im Grenzbereich schwergängiger ist, und im Mittelpunkt eher nicht ist eine zu hohe Lagerspannung auch eher auszuschließen oder es ist bereits Verschleiß eingetreten was aufgrund der geringen Arbeit bei einem neuem Roller wohl recht unwahrscheinlich ist.
 
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Was du beschreibst würde man beim Motorrad als ein eingelaufenes Lenkkopflager beschreiben. In der Mitte (wo es intensiv genutzt wird) verschlissen und aussen eher verschleißfrei. Auch oft bei Lenkgetrieben von Autos so vorhanden.
Wenn du da jetzt die 100%-Lösung suchst, müsstest du das Lager gegen ein neues ersetzen.

Wenn es mein Roller wäre, würde ich es mittig wie vorher beschrieben einstellen und darauf hoffen, dass es sich aussen einarbeitet.

Habe nicht studiert, bastele mein Leben lang hobbymäßig an allen möglichen Fahrzeugen rum und bin Industriemeister Metall.
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. Wenn das Lager nur im Grenzbereich schwergängiger ist, und im Mittelpunkt eher nicht ist eine zu hohe Lagerspannung auch eher auszuschließen oder es ist bereits Verschleiß eingetreten was aufgrund der geringen Arbeit bei einem neuem Roller wohl recht unwahrscheinlich ist.
Nochmal kurz wegen dem Belastungsfall von so einem Lager: man fährt ja die meiste Zeit geradeaus. Durch die Gewichtsbelastung bzw. Schlaglöcher, Bremsungen werden immer die hinteren und vorderen Bereiche des Lagers belastet. Ist also schon wahrscheinlich, dass es in der Nullstellung schneller verschleißt.
 
Was du beschreibst würde man beim Motorrad als ein eingelaufenes Lenkkopflager beschreiben. In der Mitte (wo es intensiv genutzt wird) verschlissen und aussen eher verschleißfrei. Auch oft bei Lenkgetrieben von Autos so vorhanden.
Wenn du da jetzt die 100%-Lösung suchst, müsstest du das Lager gegen ein neues ersetzen.

Och man, ich hab doch garkeine Lust auf Seitenlange Erklärungen. Da steht doch "bei einem neuen Roller". Die Chinesen fahren das Ding doch keine KM probe, woher soll ein eingelaufenes Lager kommen?

Davon abgesehen habe ich gefragt, was ihr als schwergängig beschreibt und nichtmal im Ansatz erwähnt, dass ich irgendwelche Probleme habe ;)
 
Tracy711 Tracy711
Ich denke, du kannst mir da eine vernüftig begründete Antwort geben...
Mein Vater hat das Lenkkopflager so eingstellt, dass es wie bei einem Kegelrollenlager am Motorrad sehr leichtgängig und gefühlt spielfrei läuft.
Im Vergleich zur Werkseinstellung empfinde ich den Geradeauslauf des Scooters als von gefährlich, zu sehr gefährlich verschlechtert.
Nun bin ich etwas verunsichert (wegen der hier vertretenen Meinungen), ob ich mir nicht höheres Sicherheitsempfinden mit höherem Verschleiß erkaufe, wenn ich den Eingriff meines Vaters revidieren/korrigieren werde?
An meinen Vater (Machinenbau Ingenieur) kann ich (wegen der bei uns gelebten Hirarchien) nicht herantreten, denn um seine Einstellung zu hinterfragen, dazu fehlt mir der Status.
 
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Moin allerseits, auch bei meinem neuen ninebot Max G30D geht der Lenker in der linken und rechten Außenstellung etwas schwerer als in der Mitte. Ich denke, dass das so sein soll, um den Roller beim Fahren zu stabilisieren. Offensichtlich ist das ja kein Einzelfall. Hab meinen Roller seit Mai 2020.