Liitokala 12Ah Akku, Ladebug?

13 Januar 2021
19
21
E-Scooter
M365 Classic (Pro DB)
Servus!

Hatte jemand schon mal das Vergnügen den Liitokala Akku der Einkaufsliste (https://s.click.aliexpress.com/e/_AlQLRx) mit dem M365 in Betrieb zu nehmen?

Meiner kam gestern mit einer Spannung von 38,3 Volt an, demnach wollte ich ihn erst mal komplett voll aufladen.
Zu meiner Verwunderung schaltete die LED des Ladegeräts nach einer Minute von "rot" (= lädt) auf "grün" (= fertig) um. Die Spannung hat sich nicht verändert, er lässt sich anscheinend nicht über diese 38 Volt hinaus aufladen. Zum Aufladen nutze ich das originale Ladegerät und der Akku ist währenddessen NICHT mit dem Scooter verbunden.

Kann es sein, dass ich dem russischen Akku-Roulette zum Opfer wurde und einer der Zellen defekt/nicht gebalanced ist?

Freue mich auf eure Tipps :)

Beste Grüße
 
Ich schätze mal das BMS wird ein DOA sein, schreib den Händler mal an, mach ein Video von dem Phänomen und dann bekommst vermutlich n neuen ohne den alten zurückzuschicken(vielleicht). Kannst den Kaputten dann reparieren und der neue geht hoffentlich so.
 
Bevor hier nur geraten wird: wie wäre es mal mit Messen der Leerlaufspannung des Ladegerätes?
Evtl. ist ja auch nur das defekt.
Absolut korrekt, Ladegerät, wenn möglich auch direkt danach einmal aufmachen sollte die Spannung nicht stimmen. Gegebenenfalls gibt es ein Poti mit welcher diese Spannung eingestellt werden kann.
 
Servus & vielen Dank erst mal!

Das Ladegerät wäre natürlich auch eine denkbare Fehlerquelle, da geb ich euch Recht! Seltsam ist schon mal, dass die LED des Netzteils im Gegensatz zum Originalen Xiaomi Lader nicht durchgehend Grün leuchtet, wenn kein Gerät angeschlossen ist sondern erst Rot oder Grün zu leuchten beginnt, sobald es anscheinend einen Verbraucher erkennt. Schließe ich jedoch den Akku ans Netzteil und das Netzteil hängt nicht am Hausstrom, leuchtet die LED. Habe ich in der Art und Weise auch noch nicht gesehen ... Auch Multimeter am Ausgang des Netzteils anschließen ändert nichts an dieser Tatsache. Doofer China-Kack :cautious:

Werde es dann mal öffnen und mal gucken ob ich dort drinnen einen Poti o.Ä. finde.
 
Leider kein Glück bzgl. Poti aber interessanterweise fiel mir auf, dass die Wärmeableiter den Trafo und angrenzende Bauteile berührten. Habe das nun mit leichtem Druck ausgeglichen und wieder zusammengebaut. Das Ergebnis: die grüne LED leuchtet nun wie der Xiaomi Lader, selbst wenn kein Verbraucher angeschlossen ist. Die Ausgangsspannung beträgt 42,2V - sieht für mich soweit korrekt aus. Ich werde mal versuchen den Akku morgen tagsüber im Home-Office aufzuladen und werde dabei die Spannung beobachten. Ich nehme stark an wenn die Spannung wieder nur 38V erreicht ist entweder eine/mehrere Zelle(n) tot oder das BMS fritte.
Mal kucken - ich halte euch am Laufenden! :)
 

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Ich würde ja den Akku durch Leistungsentnahme zunächst mal auf ein niedrigeres Spannugsniveau bringen.
1.) ist der Ausgangspunkt für den Start der Ladung dann verändert.
2.) Könnte man daraus zumindest mal noch ableiten, ob der Akku zumindest eine Stromentnahme erlaubt - die Zellen/Blöcke also nicht komplett tot sind.

Falls das alles nicht erfolgreich ist, ist wohl in der Tat ein defektes BMS nunmehr _wahrscheinlicher_
 
Leider kein Glück bzgl. Poti aber interessanterweise fiel mir auf, dass die Wärmeableiter den Trafo und angrenzende Bauteile berührten.

Krasses Bild. Die Chinesen sind wirklich Meister im weglassen. Zu so einem Ladegerät hätte ich kein Vertrauen. Da war das Motto ganz klar "mach`s so billig wie möglich".

Vielleicht irre ich mich da ja auch und das Motto war "was nicht drin ist, kann nicht kaputtgehen".

Sind da auf der anderen Seite der Platine noch Bauteile?
 
Servus ihr Zwei!

Kurz zusammengefasst: funktioniert nun wie gewollt! Akku erreicht beim Laden die volle Kapazität von 42V (y):cool:

Ich würde ja den Akku durch Leistungsentnahme zunächst mal auf ein niedrigeres Spannugsniveau bringen.
1.) ist der Ausgangspunkt für den Start der Ladung dann verändert.
2.) Könnte man daraus zumindest mal noch ableiten, ob der Akku zumindest eine Stromentnahme erlaubt - die Zellen/Blöcke also nicht komplett tot sind.

Falls das alles nicht erfolgreich ist, ist wohl in der Tat ein defektes BMS nunmehr _wahrscheinlicher_
Das habe ich - ohne deine Antwort gesehen zu haben - intuitiv dann auch genau so wie von dir beschrieben gemacht. Habe den originalen Akku vom Roller aufs gleiche Niveau vom Zusatzakku geladen und bin dann mal ein paar Runden gefahren um die Spannung runterzubekommen. War dann gegen Ende meiner Runden auf ca. 37,6V.

Krasses Bild. Die Chinesen sind wirklich Meister im weglassen. Zu so einem Ladegerät hätte ich kein Vertrauen. Da war das Motto ganz klar "mach`s so billig wie möglich".

Vielleicht irre ich mich da ja auch und das Motto war "was nicht drin ist, kann nicht kaputtgehen".
Ich hab in das Ladegerät genau so viel Vertrauen, als dass ich es nur in Betrieb nehme, wenn ich auch tatsächlich "vor Ort" bin. Verlasse ich das Haus, ist das Ding weg vom Strom. Ist echt ein Wahnsinn in welchem Zustand diese Dinger importiert werden. Ich glaube das Netzteil hat - außer in Photoshop beim designen des Netzteil-Labels - noch nie eine europäische CE-Prüfung gesehen.

Sind da auf der anderen Seite der Platine noch Bauteile?
Nein, glücklicherweise nicht - nur die abgeknipsten Enden der Bauteile.

Was auch immer nun zum Erfolg geführt hat (die initiale Leistungsentnahme, das "korrigieren" der Bauteile des Netzteils oder beides), es funktioniert nun :) Ich habe wie erwähnt heute während meines Home-Office's den Akku mal zum Laden angeschlossen und siehe da; nun bin ich auf 42,2V (Ausgangsspannung vom Netzteil).

Ich gebe jedem der das hier lesen sollte eindrücklich den Tipp, das mitgelieferte Netzteil entweder durch ein qualitativ höherwertiges Markennetzteil zu ersetzen oder den Ladevorgang zumindest zu überwachen und nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Die Qualität des Netzteils scheint echt miserabelst zu sein, auch wenn es (mehr oder weniger) seinen Job tut.

Beste Grüße!
 
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Krasses Bild. Die Chinesen sind wirklich Meister im weglassen. Zu so einem Ladegerät hätte ich kein Vertrauen. Da war das Motto ganz klar "mach`s so billig wie möglich".
Vielleicht irre ich mich da ja auch und das Motto war "was nicht drin ist, kann nicht kaputtgehen".
Ja stimmt, selbiges wollt ich vorhin auch noch schreiben, hat's dann aber vergessen.
Das Netzteil ist echt erschreckend/erschütternd!

@ R rollerpl4auscher

Das ist ja prima, dass es nunmehr funktioniert!
Vielleicht waren einzelne Zellen/Blöcke bzgl. Ihrer Spannungen u.U. abweichend, sodass das BMS "dicht" gemacht hat.
Sollte man vielleicht noch ein paar Ladezyklen beobachten.

Bzgl. der Aussagen Ladung/Netzteil: volle Zustimmung (Austausch/Laden nur unter Beobachtung)