Reisen mit dem E-Scooter im Zug ins europäische Ausland.

27 März 2023
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E-Scooter
Ninebot MAX G30D II
Hallo zusammen, ich fahre seit letzten Sommer einen E-Scooter und bin durch das 9-EUR-Ticket auf den Zug gekommen, ...

In Deutschland ist eine Mitnahme im Zug überhaupt kein Problem- egal ob Nah- oder Fernverkehr.
Bei der DB im Fern- und Nahverkehr legt man auch keinen gesteigerten Wert darauf, dass man den Roller zusammen klappt - nur selten wird man dazu aufgefordert.

Im ICE bekommt man den Roller problemlos ins Gepäckregal.
Im ICE 4 nutze ich immer das Fahrradabteil, und sollte das voll sein, finden sich in diesem Waggon, wie auch in allen anderen Waggons reichlich Gepäckregale.
Im ICE 1 nutze ich gerne die 6er-Abteile, wo der große und schwere Roller in die Ablage über den Köpfen kommt (bombensicher).
Mit dem ICE 2 bin ich noch nicht gefahren, hier sehen die Gepäckregale etwas knapp bemessen aus.
Im ICE 3 und ICE T befinden sich auch ausreichend große Gepäckregale und im ICE-T gibt es zumindest teilweise auch ein Fahrradabteil.
Pläne der einzelnen ICE-Typen kann man sehr einfach ergoogeln.

Reisen mit dem E-Scooter von Deutschland im Zug ins europäische Ausland.
Wer hat dazu Erfahrungen gesammelt.
Was gibt es für Besonderheiten?


Mein bisheriger Kenntnisstand;

Frankreich:
Nach Frankreich und in Frankreich sind E-Scooter wie in Deutschland im zusammengeklappten Zustand erlaubt.
Man benötigt auch keine Fahrradkarte nach oder in Frankreich.
Ich werde dieses Jahr 2x im ICE nach Paris reisen und meine Erfahrungen dann nachreichen.

Österreich:
Hier werden Gepäckstücke beschränkt auf eine maximale Größe von 90 cm x 60 cm x 40 cm.
Bedeutet, Österreich im Roller im Zug ist nicht möglich, kein Roller ist kürzer als 90cm.
Dies hat mir die DB per Mail auch bestätigt.

Belgien:
Hier gibt es noch Klärungsbedarf: Laut MailKontakt mit der DB wird wohl eine Fahrradkarte benötigt.
Nun gibt es aber ICE nach Belgien, z.B. von Köln nach Brüssel, wo in der Verbindungsauskunft der DB rein die DB als Betreiber dieser Fahrt angegeben wird.
Fährt man z.B. aber von Nürnberg nach Wien, alles im deutschen ICE, dann wird als Betreiber dieser Fahrt die DB und die ÖBB angegeben.
Laut MailKontakt mit der DB greifen dann ab der Grenze zu Österreich die Beförderungsbedingungen der ÖBB und ab der Grenze ist der E-Scooter somit verboten (irre).
Aber wie ist das nun mit dem ICE von Köln nach Brüssel, wo als Betreiber der Fahrt rein nur die DB angegeben wird?
Warum eine Fahrradkarte, wo man doch für den ICE in Deutschland keine benötigt?
Hat jemand Erfahrung mit dem E-Scooter im ICE nach Belgien?
Braucht es diese Fahrradkarte tatsächlich?

Italien:
Wird aktuell nur im Nachzug der ÖBB (Nightjet) angeboten - also nicht erlaubt.

Tschechoslowakei:
Wird z.B. aus Berlin angefahren im IC, aber auch hier ist der Betreiber die DB und die tschechische Bahn České dráhy.
Auch hier besteht noch Unklarheit.
Hat jemand Erfahrung mit dem E-Scooter im IC nach Prag (z.B.)?
Sind E-Scooter verboten oder erlaubt? Muss man was beachten, braucht es z.B. eine Fahrradkarte?

Dänemark und Koppenhagen - gibt es Erfahrungen?
In Holland sind E-Scooter generell verboten, auch auf der Straße.
Polen - gibt es Erfahrungen mit Fahrten nach Warschau?

Ich fahre wie gesagt dieses Jahr 2x nach Paris.
Dann werde ich dieses Jahr auch Brüssel und Rom und Prag machen (alles bereits gebucht).
Wobei bei Rom klar ist, dass ich hier auf einen kleinen Tretroller und den ÖPNV angewiesen bin.
Für Rom liebäugel ich mit dem Razor 5 Air, da er unter 90cm haben muss ...
Bei Brüssel und Prag ist es noch offen, ob ich einen E-Scooter mitnehmen kann, oder zu welchen Bedingungen.
Ich werde berichten.

Und ich bin dankbar für jede eurer Erfahrungen, auch zu anderen Ländern und Städten.

Grüße aus Berlin
Leo
 
Hallo zusammen, ich fahre seit letzten Sommer einen E-Scooter und bin durch das 9-EUR-Ticket auf den Zug gekommen, ...

In Deutschland ist eine Mitnahme im Zug überhaupt kein Problem- egal ob Nah- oder Fernverkehr.
Bei der DB im Fern- und Nahverkehr legt man auch keinen gesteigerten Wert darauf, dass man den Roller zusammen klappt - nur selten wird man dazu aufgefordert.

Im ICE bekommt man den Roller problemlos ins Gepäckregal.
Im ICE 4 nutze ich immer das Fahrradabteil, und sollte das voll sein, finden sich in diesem Waggon, wie auch in allen anderen Waggons reichlich Gepäckregale.
Im ICE 1 nutze ich gerne die 6er-Abteile, wo der große und schwere Roller in die Ablage über den Köpfen kommt (bombensicher).
Mit dem ICE 2 bin ich noch nicht gefahren, hier sehen die Gepäckregale etwas knapp bemessen aus.
Im ICE 3 und ICE T befinden sich auch ausreichend große Gepäckregale und im ICE-T gibt es zumindest teilweise auch ein Fahrradabteil.
Pläne der einzelnen ICE-Typen kann man sehr einfach ergoogeln.

Reisen mit dem E-Scooter von Deutschland im Zug ins europäische Ausland.
Wer hat dazu Erfahrungen gesammelt.
Was gibt es für Besonderheiten?


Mein bisheriger Kenntnisstand;

Frankreich:
Nach Frankreich und in Frankreich sind E-Scooter wie in Deutschland im zusammengeklappten Zustand erlaubt.
Man benötigt auch keine Fahrradkarte nach oder in Frankreich.
Ich werde dieses Jahr 2x im ICE nach Paris reisen und meine Erfahrungen dann nachreichen.

Österreich:
Hier werden Gepäckstücke beschränkt auf eine maximale Größe von 90 cm x 60 cm x 40 cm.
Bedeutet, Österreich im Roller im Zug ist nicht möglich, kein Roller ist kürzer als 90cm.
Dies hat mir die DB per Mail auch bestätigt.

Belgien:
Hier gibt es noch Klärungsbedarf: Laut MailKontakt mit der DB wird wohl eine Fahrradkarte benötigt.
Nun gibt es aber ICE nach Belgien, z.B. von Köln nach Brüssel, wo in der Verbindungsauskunft der DB rein die DB als Betreiber dieser Fahrt angegeben wird.
Fährt man z.B. aber von Nürnberg nach Wien, alles im deutschen ICE, dann wird als Betreiber dieser Fahrt die DB und die ÖBB angegeben.
Laut MailKontakt mit der DB greifen dann ab der Grenze zu Österreich die Beförderungsbedingungen der ÖBB und ab der Grenze ist der E-Scooter somit verboten (irre).
Aber wie ist das nun mit dem ICE von Köln nach Brüssel, wo als Betreiber der Fahrt rein nur die DB angegeben wird?
Warum eine Fahrradkarte, wo man doch für den ICE in Deutschland keine benötigt?
Hat jemand Erfahrung mit dem E-Scooter im ICE nach Belgien?
Braucht es diese Fahrradkarte tatsächlich?

Italien:
Wird aktuell nur im Nachzug der ÖBB (Nightjet) angeboten - also nicht erlaubt.

Tschechoslowakei:
Wird z.B. aus Berlin angefahren im IC, aber auch hier ist der Betreiber die DB und die tschechische Bahn České dráhy.
Auch hier besteht noch Unklarheit.
Hat jemand Erfahrung mit dem E-Scooter im IC nach Prag (z.B.)?
Sind E-Scooter verboten oder erlaubt? Muss man was beachten, braucht es z.B. eine Fahrradkarte?

Dänemark und Koppenhagen - gibt es Erfahrungen?
In Holland sind E-Scooter generell verboten, auch auf der Straße.
Polen - gibt es Erfahrungen mit Fahrten nach Warschau?

Ich fahre wie gesagt dieses Jahr 2x nach Paris.
Dann werde ich dieses Jahr auch Brüssel und Rom und Prag machen (alles bereits gebucht).
Wobei bei Rom klar ist, dass ich hier auf einen kleinen Tretroller und den ÖPNV angewiesen bin.
Für Rom liebäugel ich mit dem Razor 5 Air, da er unter 90cm haben muss ...
Bei Brüssel und Prag ist es noch offen, ob ich einen E-Scooter mitnehmen kann, oder zu welchen Bedingungen.
Ich werde berichten.

Und ich bin dankbar für jede eurer Erfahrungen, auch zu anderen Ländern und Städten.

Grüße aus Berlin
Leo
Halt uns auf jeden Fall auf dem laufenden.... Ich finde deinen Beitrag interessant und hilfreich...
 
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Update zu Italien im Nightjet der ÖBB:

Ich hatte der ÖBB eine Mail geschrieben, hier die Antwort:
_________________________________________________________________________________________________________________________________________

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Die Abmessungen die Sie angeführt haben sind grundsätzlich korrekt und für das erlaubte Handgepäck so deklariert.

Jedoch wie bei allem bestätigen ein paar Ausnahmen die Regel. 😉

Darunter zählen auch Scooter und e-Scooter. Sie können den Ihrigen daher problemlos auch in unseren Zügen mitnehmen.

Ich wünsche ein schönes Wochenende.

Freundliche Grüße aus dem sonnigen Wien

_________________________________________________________________________________________________________________________________________

Eine überaus freundliche Antwort mit erfreulichen Inhalt :)
Eine Reise im Nightjet nach Rom, Venedig, Florenz, usw. ist mit dem E-Scooter also doch möglich.

Ich werde davon sicherlich mehrmals gebrauch machen.
Den Nightjet, wenn er rechtzeitig gebucht wird, bekommt man ab 29,90 EUR je Strecke - also hin und zurück 59,80 EUR.
Rom werde ich im September machen, danach gibts dann einen Erfahrungsbericht.


Paris mit dem ICE mache ich nun Anfang Mai, aber ich denke da läuft alles glatt.
Ich werde berichten.

Grüße aus Berlin
Leo
 
Update zu Frankreich/Paris im ICE

Wie erwartet lief alles reibungslos, niemand hat den E-Scooter überhaupt erwähnt.

Der ICE startet in Frankfurt/Main und fährt ohne Umsteigen bis Paris - auf französischer Seite dann mit deutlich über 300km/h - spannend.
Zusteigen kann man in Mannheim, Karlsruhe, Kaiserslautern und Saarbrücken.
Kosten ab Frankfurt/Main etwa 60 EUR hin & zurück. Ab Berlin/Hamburg/München sind es etwa 80 EUR hin & zurück.
Diesen günstigsten Preis bekommt man allerdings nur, wenn man Monate im voraus bucht und schlecht am Wochenende.
Die besten Tage sind Dienstag, Mittwoch und Donnerstag - allgemein auch bei Fahrten innerhalb von Deutschland.
Wochenende ist es immer schwer was günstiges zu bekommen.

Im ICE nach Paris, wie auch zurück, ist eine Sitzplatzreservierung im Preis inbegriffen.
Diesen Sitzplatz kann man sich bei Onlinebuchung nicht aussuchen, man erfährt erst nach der Buchung wo man sitzen wird - was unpraktisch sein kann, weil es im ICE 3 (nur der fährt nach Paris) nicht sonderlich viele Gepäckregale gibt und der E-Scooter dann möglicherweise in einem anderen Waggon untergebracht werden muss.

Der ICE war hin und zurück sehr stark ausgebucht, nur wenige Plätze waren noch frei - man fährt ja aber auch nur etwa 4 Stunden - man überlebt es.

Ich kann euch Paris auf dem E-Scooter absolut empfehlen!
Die Stadt bietet jede Menge sehenswerte Bauwerke und Momente, nicht grundlos sagt man, ist Paris eine der schönsten Städte der Welt.
Auch machte ich tatsächlich die Erfahrung, dass der Autofahrer in Paris sehr rücksichtsvoll ist - was ich nicht erwartet hatte.
Ich fühlte mich auf dem E-Scooter absolut wohl und sicher.

Wichtig zu wissen wäre noch, auf den AbfahrtszeitenMonitoren in Paris, wird man den ICE zuerst nur mit Abfahrtzeit und ohne Gleisangabe finden - obwohl die Zeit schon langsam knapp wird. Der Grund, die Züge werden bei Ankunft für die Rückfahrt durchgeputzt, und es gibt vor dem Einsteigen am Bahnsteiganfang eine erste Fahrkartenkontrolle. Man möchte einfach verhindern, dass sich in diesem recht überschaubaren Bahnhof hunderte Menschen am Bahnsteig stauen. Vermutlich gibt es diese Fahrkartenkontrolle am Bahnsteiganfang um Gepäckdiebstahl zu verhindern. Sobald der ICE dann gereinigt wurde, erscheint auch die Gleisangabe auf den Monitoren.

Für alle die ab FFM reisen, und wie ich aus Berlin kommend in FFM einen langen Aufenthalt mitten in der Nacht haben.
Der Flughafen ist in wenigen Minuten mit der S-Bahn erreichbar - man kann sich dort in teilweise neuen Sanitäranlagen herrlich frisch machen und sogar duschen.
Ich hatte in FFM jeweils nicht ganz 4 Stunden Aufenthalt und die Zeit verging am menschenleeren Flughafen sprichwörtlich wie im ...

Meine Empfehlung, ihr verpasst was, wenn ihr Paris auf dem Roller scheut.
Mir hat es so gut gefallen, dass ich zu meinen zwei Fahrten 2023 nach Paris, noch eine dritte dazu gepackt habe.

Für Fragen bin ich immer zu haben.

Im Juni geht es nach Brüssel - ich werde berichten.

Grüße aus Berlin
Leo
 
Bleibt halt zu erwähnen das es in Frankreich eine Versicherungspflicht für E-Scooter gibt.
Und da einige Länder (wie z.B. bei mir in Österreich) keine Versicherung vorgeschrieben ist wird es problematisch mit dem Privatscooter in Paris zu cruisen.



2023.05.17_11h25m14s_005_.webp
 
Es gibt KEINE Versicherungspflicht in Frankreich.
Man könnte dort also auch als Deutscher ohne Versicherungskennzeichen fahren, muss dann eben nur für den möglichen Schaden selber aufkommen.
Diese Roller haben alle kein Kennzeichen, und fahren auch keine 20, sondern rauschen an dir vorbei.
Es gibt versicherungstechnisch KEINE Probleme - und auch für den E-Sccoter gibt es eine 'Grüne Versicherungskarte' - die man bei seiner Versicherung anfordern kann.
Diese Grüne Versicherungskarte ist allerdings in der EU nicht mehr nötig, sie muss nicht mitgeführt werden, man braucht sie nicht.
Das ist also leider von dir falsch recherchiert.

Das gilt nicht nur für Frankreich, das gilt in ganz Europa - wie beim PKW.
Es ist also gar kein Problem mit dem E-Scooter zu verreisen, es sei denn, E-Scooter sind generell verboten, wie in den Niederlanden z.B.
Und wenn wir gerade dabei sind, es gibt auch keine Helmpflicht in Frankreich für den E-Scooter.

Also, an alle Reiselustigen, nicht verunsichern lassen, MACHEN.
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Es gibt diese Versicherungspflicht in Frankreich wohl auch - nur eben ohne Kennzeichen.
Wie auch immer ...

Deine Versicherung für den E-Scooter gilt auch in Frankreich.
Fragt ggf. bei eurer Versicherung nach - meine HUK24 hat mir grünes Licht gegeben und die 'Grüne Versicherungskarte' übermittelt - die man jedoch nicht benötigt.
Der E-Scooter ist in Frankreich ebenso versichert, wie ein PKW.
Nicht der geschädigte muss die Versicherung anerkennen, sondern die Versicherung den Schaden.
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Als Österreicher ist es dann natürlich ein Problem, ob lösbar, keine Ahnung.
 

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Hab mir für den Scooter in Ö privat bei Zurich eine Haftpflichversicherung für knapp 23 € genommen.
Sicher ist sicher, möchte nicht ein Leben lang für einen etwaigen Schaden zahlen müssen.
 
Ja, dann sind die Kosten etwa gleich, bei der HUK24 zahl ich 19 EUR für das gesamte Versicherungsjahr.
Die HUK24 ist mit die günstigste in Deutschland ... was viele bei Check24 leider nicht wissen :)

Wobei von Österreich der Weg nach Paris dann schon eine ganze Ecke weiter ist.
Ich glaube aber es gibt einen Nightjet von Wien nach Paris.
Ja https://www.nightjet.com/de/reiseziele/frankreich

Da bist du morgens um 10 in Paris, und um 19 Uhr gehts zurück ...
Wie bei mir im ICE von FFM.

Ich kanns dir nur empfehlen, und den Nightjet bekommst du ab 30 EUR je Strecke.
Es ist ein kleines Abenteuer, und der Weg ist eben auch immer das Ziel.
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Und bei der ÖBB sind E-Scooter ja erlaubt.
Ich hatte da explizit den Nightjet von München nach Rom angefragt.
 

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Update zu Belgien/Brüssel im ICE
Verlief wie erwartet völlig problemlos.
Im deutschen ICE können Sie einen zusammenklappbaren E-Scooter mitnehmen wie ein Gepäckstück.
Einfach zusammen klappen, verstauen und ab geht die Fahrt.
Vermutlich fahren nach Brüssel ausnahmslos die ICE-3 Züge, dort gibt es ausreichend Gepäckregale.

Brüssel sollte man durchaus mal gesehen haben, mir hats gefallen;
  • Europäische Parlament
  • Manneken Pis
  • eine tolle Altstadt
  • Atomium - war absolut sehenswert
  • NATO-Hauptquartier
 
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Update zu Prag im EC - EUROCITY

Machen, TOLL, funktioniert reibungslos.
Prag, ein einziges Märchen - ich war nicht das letzte Mal dort.

Bin seit wenigen Stunden aus Prag zurück, es gab keinerlei Probleme.
Im EC nach Prag finden Sie in allen Zügen Großraumwagen und 6er-Abteile, der Roller darf mitgenommen werden und passt über den Köpfen ins Regal.
Die Züge selbst erinnern mich an die IC aus Deutschland in den 80zigern, und sie wirken auch tatsächlich etwas oll - etwas.

Soweit ich weiß, fahren nur EC nach Prag, eigene ICE oder IC der DB fahren diese Strecke nicht.

Mir hat Prag auf dem Roller extrem gut gefallen.
Auch wirkt die Stadt entspannt und die Menschen freundlich.

Meine Empfehlung
MACHEN
 
Noch ein Hinweis zu Prag und Tschechien.

Man kann sein Ticket von Deutschland nach Prag, also wie in meinem Fall, von Berlin nach Prag, auch über die tschechische Bahn buchen - völlig einfach gestaltet.

https://www.cd.cz/spojeni-a-jizdenka/

Man kann hier deutlich sparen, die selben Züge, die selben Tage, die selben Zeiten, alles exakt das selbe, ist bei Buchung über die tschechische Bahn oftmals deutlich günstiger.

Mein Ticket würde über die DB 116 EUR kosten, über die tschechische Bahn hingegen nur 48 EUR (588 Kronen).
Und wie gesagt, es sind die exakt selben Züge, Zeiten und Tage.
Und bei der tschechischen Bahn ist sogar eine Stornierung bis einen Tag vor Abreise gegen 3 EUR möglich.
Und Sie haben eine kostenlose Sitzplatzreservierung inklusive - per Schaubild zum selber wählen.

Sitzplatzreservierung kostet bei der DB 4,50 EUR je Strecke und stornieren geht bei einem Sparpreisticket gar nicht, bzw. nur innerhalb 12 Stunden nach Buchung.

Vorzeigen können Sie das tschechische Ticket in Papierform, Sie erhalten eine PDF direkt nach der Buchung zum Download.
Oder Sie laden sich die App der tschechischen Bahn České dráhy, und können ihr Ticket dann per Smartphone vorzeigen.
 
Weil hier immer wieder einmal die Frage nach einer Versicherung aufkommt:

Ich kann jedem halbwegs mündigen Bürger nur dazu raten ganz grundsätzlich eine Privathaftpflichtversicherung (bis zu 2 Millionen sollte die schon abdecken) zu haben, zumal das Thema ja erst mal nichts mit E-Scootern zu tun, und irgendwelche von Euch verursachten Missgeschicke immer geschehen können. Eine Privathaftpflichtversicherung ist sehr häufig in den Haushalts- / Hausrat-Versicherungen inkludiert; und das in der Regel auch noch ohne gesonderten Aufpreis! Achtet dabei auch darauf, dass die Haftung eben auch für Fahrräder und Gefährte aller Art gilt; dann seit Ihr auch im Ausland (z.B. in Belgien) gut aufgehoben, zumal ein europäischer Geltungsbereich zum "guten Ton" einer soliden Polizze zählt.
 
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Update zu Rom im Nightjet der ÖBB

Mehr als 20 Stunden von Berlin - mit dem ICE nach München und in München beginnt dann das Abenteuer und eine 13-stündige Fahrt mit dem Nightjet nach Rom.
Problemlos, wie durch die ÖBB vor Monaten bereits per Mail bestätigt, der E-Scooter wird befördert und wird auch nicht beachtet, er ist kein Thema, und ein Gepäckstück wie jedes andere auch. Der Roller kommt einfach über die Köpfe in die Gepäckablage der 6er-Abteile, da passt er großzügig und sicher rein.

Ich fand die Reise spannend, die Hinfahrt wollte nicht vergehen, die Rückfahrt aber verging wie im Flug - warum auch immer.
Im Zug wurden auf der Hinfahrt mehrere Abteile ausgeraubt, es waren immer Abteile mit nur 2 Personen die im Schlaf ausgeraubt wurden = Beute etwa 1200 EUR Bargeld und Handy und 'Papiere' weg. Man muss also tatsächlich bestens auf sich achten und ausnahmsweise auch über ein volles Abteil dankbar sein. Ich selbst hatte den Schutz eines vollen Abteils und habe vom 'Mord im Orientexpress' erst am Morgen erfahren - die betroffenen Leute waren teilweise völlig aufgelöst. Ich werde da auch die ÖBB anschreiben und den mangelhaften Schutz der Reisenden bemängeln - warum kann man ein Abteil z.B. nicht einfach verschließen.

Man kann bei der ÖBB ein ganzes 6erAbteil für max. drei Personen buchen, darauf sollte man also verzichten.
Die eingesetzten Züge sind gefühlt 20 Jahre alt, OK, aber ein Genuss sind sie nicht, aber OK.
Die WCs machen auch absolut keine Freude, es gibt auch nur Klopapier, nichts womit man seine Hände abtrocknen könnte.
Mein Tipp, nehmen Sie was mit, Tücher, oder plündern Sie auf der Zubringerfahrt nach München das Papier im ICE ;-)
Und fassen Sie nichts an, nutzen Sie immer ein Tuch für Klinken, immer ;-)

Ansonsten, Rom ist ohne Frage ein kleines Abenteuer im Zug, und mit dem Roller wird Rom zur überschaubaren Kleinstadt.
Mein Akku hatte noch mehr als 3 1/2 Striche, als es dann zurück ging, also mehr als 60% Akkustand, und trotzdem habe ich alles wichtige gesehen.
Im Vergleich zu Paris wirken die Römer allerdings nicht dringend entspannt, eher ruppig und laut.

Paris mache ich dieses Jahr 4x, und ich denke ich werde Paris auch künftig mehrmals im Jahr machen - macht einfach irre Spaß auf dem Roller in Paris.
Bei Rom denke ich, weil es eben so weit und lang ist, dass ich mir jede Reise dorthin sehr gut überlegen werde, möglicherweise dann auch mit Übernachtung.
Aber ich werde Rom sicher, nahezu sicher nochmals machen, ....

Zu den Kosten mit Bahncard ab Berlin:
Paris 41 EUR je Strecke
Rom 45 EUR je Strecke
Brüssel 18 EUR je Strecke
Prag 25 EUR je Strecke
Brügge 25 EUR je Strecke

Diese Preise bekommen Sie aber nur, wenn Sie wirklich Monate im voraus buchen.
Paris ist einfach zu bekommen, Rom und Prag auch - da gibt es reichlich Tickets in der Zukunft für lau.
Bei Brügge und Brüssel sind die günstigen Tickets etwas rarer, aber es gibt sie.

Ja, das wars, ich habe alles gemacht und alles gesehen, und in keinem Land und keinem Zug gab es wegen dem Roller Probleme.
Ich kann euch nur empfehlen, machen, schnappt euren Roller und dann ab in den Zug :-)


GUTE REISE :)


 
Auszug aus den Beförderungsbedingungen der ÖBB vom 29.10.2023:

A.4.1.1.1.
In unseren Zügen und Bussen können Sie Gepäckstücke kostenlos mitnehmen, sofern diese in den Gepäckablagen über bzw. unter Ihrem Platz oder in den zur Mitnahme von Handgepäck vorgesehenen Bereichen verstaut werden. Die Gepäckstücke dürfen eine maximale Abmessung 90 cm x 60 cm x 40 cm nicht überschreiten.

A.4.1.1.2
Folgende Gepäckstücke nehmen Sie auch bei Überschreitung der in Punkt A.4.1.1.1. genannten Abmessungen kostenfrei mit:
  • Skier & Snowboard
  • Ski- bzw. Wanderstöcke
  • Blas-, Streich- bzw. Zupfinstrumente
  • Rollstuhl
  • Kinderwagen
  • zusammengelegte Falträder
  • Scooter und e-Scooter

A.4.1.1.3.
Für die Beförderung von zusammengelegten Falträdern und Scootern, beachten Sie bitte folgende Bestimmungen:
  • Zusammengelegte Falträder und Scooter mit einer maximalen Abmessung von 90 cm x 60 cm x 40 cm befördern wir in allen unseren Zügen kostenfrei.
  • Zusammenlegte Falträder und Scooter mit einer maximalen Abmessung von 110 cm x 80 cm x 40 cm befördern wir in den Mehrzwecksabteilen der Nahverkehrszüge sowie in den gekennzeichneten Gepäckregalen der ÖBB-Fernverkehrszüge mit den Zuggattungen Railjet und Railjet Express kostenfrei.
  • Zusammengefaltete Falträder und Scooter mit größerem Ausmaß gelten als Fahrrad gemäß A.4.2..
  • Ein Verstauen oberhalb der Sitzplätze ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Quelle: Handbuch für Reisen mit den ÖBB in Österreich

Screenshot:
Befoerderungsbedingungen_OEBB_2023-10-15.webp


Damit dürfte die Frage mit Bezug auf die ÖBB nun endgültig geklärt sein :)

In der Vergangenheit hatte ich persönlich auch noch nie Probleme mit dem Personal der ÖBB oder Westbahn, was die Mitnahme von E-Scootern betrifft.
Konkret beziehe ich mich dabei auf den Xiaomi M365 Classic und den Ninebot G30D.

In den Zügen der Westbahn hatte ich noch nie Platzprobleme mit dem M365 oder G30D. Bei kurzen Reisen bleibe ich einfach im Eingangsbereich stehen und bei längeren Reisen hat der E-Scooter bisher auch immer Platz in der Kofferablage gefunden.

Beim Railjet der ÖBB sieht das etwas anders aus.
Der Railjet bietet nicht so viel Platz, wie die Züge der Westbahn, weshalb ich bisher auch nur den M365 im Railjet mitgenommen habe.

LG
Julian
 
Danke Julian für diese Infos ...

Interessant finde ich die Regel, dass der Scooter nicht oberhalb der Sitzplätze verstaut werden darf.
Ich fuhr bisher nur den Nightjet der ÖBB, das waren 6er Abteile und dort hatte ich den Scooter oberhalb der Sitzplätze im Regal, bombensicher.
Das Problem ist aber, dass der Roller sich beim Hoch- oder Runterstemmen wieder auseinander klappen könnte, da diese Halterung direkt am Roller nicht sicher ist.
Es ist also durchaus nicht ganz ungefährlich den Roller oben zu verstauen, und tatsächlich auch etwas knifflig.
Ich achte immer drauf, dass niemand drunter sitzt wenn ich den Roller verstaue oder wieder nach unten wuchte.

Generell kann man aber sagen, es kommt immer auf den Schaffner an, ob die Regeln knallhart ausgelegt werden.
Meine Erfahrungen bisher, die meisten Schaffner sind absolut locker und kümmern sich nicht drum, wenn man gegen Regeln verstößt.
Ich habe meinen Scooter im ICE oft nicht zusammengeklappt im Gepäckregal, sondern ausgeklappt im Fahrradabteil - wenn Plätze nicht reserviert sind.
Auch im Nahverkehr klappe ich meinen Roller nie zusammen und werde nur sehr sehr selten dazu aufgefordert.

Schön ist einfach, auch wenn man hin und wieder an die Regeln erinnert wird, dass wir den Roller tatsächlich problemlos mitnehmen dürfen :-)

Grüße nach Österreich
 
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Reaktionen: Julian
Hallo und danke, ein tolles Thema! :)

In der Schweiz:
Hier gilt wenn man den E-Scooter zusammenklappen kann, kostet es zusätzlich nichts. Wenn man ihn nicht zusammenklappen kann, gilt der Scooter als Fahrrad.
Für ein Fahrrad löst man ein Ticket, das soweit nach meinen Infos aktuell gleichviel kostet wie ein mal eine erwachsene Person zum Halbtax Tarif.
Dann gibt es noch die Fahrrad (Velo) Tageskarte, die auch als Multikarte erhältlich ist. Diese gilt den ganzen Tag auf das gesamte SBB Netz.
Kostet jeweils ab dem 10. Dezember 2023 15.– CHF bzw. als 6er Multikarte 90.- CHF.


Ich hätte da auch eine Frage zur Versicherung. Gerne würde ich mal nach Deutschland mit meinem E-Scooter. Nun ist es so dass in der Schweiz der E-Scooter über die
Privathaftplichtversicherung versichert ist. So habe ich keine Plakette mit einer Nummer an meinem E-Scooter. Vermutlich werde ich dann einmal mehr angehalten, wenn ich
ohne Nummer in der Gegend fahren würde. Weiß aber einer hier bescheid wie ich mich aus rechtlichen Hinsicht vorbereiten sollte? Meine Versicherung gilt ja auch im Ausland.
Wie ist das so in Deutschland mit E-Scooter Touristen? Wird das in jedem Bundesland anders gehandhabt?

Vielen Dank und Grüße aus der Schweiz!