Universallösung für Ladeabschluss bei 80%

6 März 2021
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E-Scooter
Xiaomi Pro 2
Liebe Plauscher!


Ich nutze die volle Reichweite meines Xiaomi Pro 2 im Alltag nicht aus, und versuche daher zur Schonung des Akkus den Ladestand zwischen 20 und 80 % zu halten. Meine bisherige Lösung dazu ist ein Timer, der die Steckdose nach ein paar Stunden abschaltet. Wirklich optimal ist das aber nicht, ich suche daher nach einer automatisierten Lösung.

Nachdem ja bei Ladeständen über ca80% die Ladeleistung gedrosselt werden sollte, schwebt mir eine Gerät vor, dass zwischen Netzteil und Steckdose kommt und dann unter einer gewissen - manuell einstellbaren - Amperezahl die Stromzufuhr unterbricht.

Ideal an einem solchen Gerät wäre, dass es auch für andere Geräte benutzbar wäre.

Ist so etwas eurer Meinung nach machbar, gibt es sowas vielleicht sogar schon? Oder gibts eine andere Lösung für das Problem?


Danke euch,

Joe
 
Wir haben das mal ausgerechnet.
50 Ladezyklen im Jahr - 500 auf 10 Jahre, was der Herstellerangabe nach ab dann immer noch 80% Kapazität garantiert.

Balancing muss ja auch stattfinden.

Denke die Brühe ist hier teurer als das Fleisch.
 
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Der pro2 (denke mal er macht es wie mein 1s) lädt schon ab werk nur ca 90-95 % da er intern nur bis ca 40,3v lädt. Weitere arbeit lohnt da kaum
 
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Ich verstehe ehrlich gesagt so einige "Probleme" hier nicht 🤔. Es gibt Dinge im Leben die baut man sich oder kauft man sich um Spass daran zu haben. Ich z. B. Habe mir mit fast 40 Jahren einen E Scooter gekauft weil ich keinen Führerschein habe (bis zum heutigen Tag habe ich ihn auch nie gebraucht, und werde ihn wohl auch die nächsten 40 Jahre nicht brauchen). Seit dem die E Scooter (Segways) auf dem Markt sind habe ich mir direkt einen zugelegt
Damals war das Thema ja noch eine Grauzone, weshalb ich nicht oft mit dem Teil gefahren bin da ich in einer Großstadt wohne und ich das Risiko mit Den Gesetzeshütern nicht eingehen wollte 😂. Nun sind die Teile offiziell erlaubt und man darf auf der Straße und den Fahrradwegen fahren. Ich möchte Spaß mit meinem E Scooter haben und an dem Teil rumbasteln (Dank der Community hier auch sehr viele nützliche Dinge dabei). Und wenn ich dann spontan auf den Scooter Steige, weil ich mal etwas weiter wegfahren möchte, dann will ich mir keine Gedanken über den Akku machen. Ich fahre das Ding immer bis er 15 bis 20 Prozent hat und dann wird er voll geladen auf 100 Prozent. Das einzige was ich NICHT mache, ich lasse ihn nicht Stunden lang noch am Strom hängen. Aber ich möchte Spaß und Freude an meinem Scooter haben und da mache ich mir doch nicht jeden Tag Gedanken darüber bis zu wieviel Prozent der Akku geladen werden darf. Zeitschaltuhr, WLAN Steckdose mit Timer etc, ne bei mir nicht. Ich gehe davon aus das bei dem Ninebot eine intelligente Ladetechnik eingebaut ist und daher mache ich mit keine Gedanken über die Ladegeschichte. Jeder soll machen was er möchte. Aber man hat schon genug im Leben auf das man achten muss. Da sollte man zumindest bei seinem Hobby etwas abschalten. Meine Meinung und kein Angriff🙂🙃😉.
 
Das siehst du als entspannter Mensch völlig richtig und ich bin da auch bei dir, hatte es ja hochgerechnet...

Trotz allem habe auch ich gelernt, es gibt Menschen denen 5-10% von was auch immer an "mehr" ein gutes Gefühl geben.
Was auch immer 5% bei einem Akku sind, wo ich mir darüber Gedanken machen muss. Menschen halt 🥸 Sehr individuell und Vielfältig.
 
Hallo alle, danke für die Infos und Antworten.

Dass das Xiaomi BMS von Haus aus schon recht konservativ ist, ist natürlich super und ja, ich glaube auch dass der Roller einige Jahre durchhalten wird, egal wie man jetzt lädt. Also wenn sich jetzt keine Lösung findet, ist das kein Beinbruch ;)

Aber - und das gibt sogar nightshot zu -, stundenlang am Strom hängen lassen ist halt dann doch nicht so toll. Und genau das würde aber das Handling wesentlich vereinfachen: Einfach jeden Abend anstecken, und der Roller ist immer auf 80% geladen, fertig. Und wenn ich mal ein paar Tage nicht fahre, brauche ich nicht daran denken, wieder abzustecken. Set it & forget it.

Optimal wäre insofern eben auch eine Netzteilseitige Lösung, die auch für andere Geräte anwendbar ist. Rein technisch kann das ja nicht so schwierig sein, eine Schaltung die die Verbindung trennt, sobald die abgerufene Leistung unter einen gewissen Wert fällt :unsure:

Splandid's Link ist interessant, aber hier gehts wohl darum die zulässige Batteriespannung im BMS zu erhöhen. Das würde sich vermutlich auch umgekehrt machen lassen, also die Endladespannung absenken. Dazu müsste man wohl den Mod verändern, und ausserdem jedesmal wenn man die volle Reichweite will, eine Firmware flashen... :D Das ist dann wohl wirklich zu aufwändig :)

Worauf ich hoffe ist eine schon am Markt vorhandene lösung, einfach ein Gerät das an die Steckdose kommt und einfach die Verbindung bei gewissen vorprogrammierten Parametern trennen kann. Sowas muss es doch eigentlich geben, aber bis jetzt ist mir noch nichts in die Richtung untergekommen.

Grüße,
 
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Die Zellen leben auch von rein raus und müssen auch ab und an ein balancing am Ende des Ladevorgang machen. Bzw das BMS.
Und ja, du kannst deine Ladeschlusspannung hoch oder runter regeln mit Firmware. Aber wir sprechen da von einer heiklen Sache bei der man genau wissen sollte was man tut.

Das wäre mir, wie Roller_Joe Roller_Joe schreibt auch zu viel Nervenkrieg, erst recht wenn ich dann direkt Angst haben muss die Bude fackelt ab.
 
Worauf ich hoffe ist eine schon am Markt vorhandene lösung, einfach ein Gerät das an die Steckdose kommt und einfach die Verbindung bei gewissen vorprogrammierten Parametern trennen kann. Sowas muss es doch eigentlich geben, aber bis jetzt ist mir noch nichts in die Richtung untergekommen.
Einfach irgend ein generisches 10S Ladegerät kaufen und aufmachen, dann schauen obs ein Poti gibt und dieses runterdrehen bis die Ausgangsspannung/Schlussspannung auf zb. 36.5V ist. Das Ladegerät wieder zu machen und "Überwinterungs Lader" draufschreiben oder Labeln. Problem gelöst... Das Ladegerät denkt, Akku wäre bei Lagerspannung (3.65v pro Zelle) voll und lädt nicht weiter, theoretisch kann man das sogar im Winter dran lassen, es lädt den Akku automatisch auf Lagerspannung nach, wenn ein bestimmter threshold erreicht ist, den kann man aber nicht ändern so leicht.
 
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Einfach irgend ein generisches 10S Netzteil/Ladegerät kaufen und aufmachen, dann schauen obs ein Poti gibt und dieses runterdrehen bis die Ausgangsspannung auf zb. 36.5V ist. Das Ladegerät wieder zu machen und "Überwinterungs Lader" draufschreiben oder Labeln. Problem gelöst... Das Ladegerät denkt, Akku wäre bei Lagerspannung (3.65v pro Zelle) voll und lädt nicht weiter, theoretisch kann man das sogar im Winter dran lassen, es lädt den Akku automatisch auf Lagerspannung nach, wenn ein bestimmter threshold erreicht ist, den kann man aber nicht ändern so leicht.
Hmmm, das klingt interessant. Wäre es jedoch nicht wesentlich einfacher, ein Netzteil mit einstellbarer Spannung zu kaufen? zB sowas?


Ich nehme an, der Roller würde dann einfach im Lademodus bleiben, über die Spannung stellt man den maximalen Ladestand ein. Klingt denkbar einfach.

Würd mich ja fast überraschen, wenns hier keinen Haken gäbe? :unsure:
 
Würd mich ja fast überraschen, wenns hier keinen Haken gäbe? :unsure:
Da gibts den Haken, das dieses dingen kein Ladegerät, sondern ein Netzteil ist.

Ladegerät Schlussspannung bitte nicht mit Netzteil Ausgangsspannung verwechseln.

Es gibt natürlich auch intelligente Ladegeräte, aber dann reden wir von 200€ aufwärts im Vergleich zu 20-30€ und mehr Funktionalität als das 30€ dingen selbst runterzudrehen bringts dir eigentlich auch nicht.
 
In anderen Gruppen werden die MeanWell LED Treiber empfohlen als "Ladegerät".
Die haben zwei Regler für Spannung und Strom. Sind auch ziemlich "leistungsstark" - d.h. bis 5A.
Ich habe so eines im Einsatz, tut was es soll. Allerdings kann ich bei meinem BMS einstellen, ab welcher Spannung das Balancing starten soll. Ich lade auch nicht auf 4,2 Volt.
Für 12S Setup: https://www.conrad.at/de/p/mean-wel...240-w-48-v-dc-offene-kabelenden-1562027.html+
Der Preis stimmt dort nicht, gibts ab 40 Euro.

Wenn du den Akku schonen willst, würde ich als erstes einen Zusatzakku verbauen. Dadurch nimmst du den Zellen den Stress der hohen Entladeströme.
Ich glaube (!), daß das den Zellen lieber ist, als eine noch niedrigere Ladeschluss-Spannung.
Irgendwo gibt es die Tabelle mit der Lebensdauer VS Ladeschluss-Spannung. Wenn ich mich recht erinner, tut sich zwischen 4,1 und 4,2 Volt ziemlich viel, darunter ist der Unterschied gering.
 
Ich find das immer recht Amüsant was der ein oder andere ohne technischen Background sind in Ladegeschichten so zusammendichtet. Vor allem weil das bei weitem keine Raketentechnik ist.

Aber wenn ich sowas lese: ich lass das Ladegerät nicht dran damit der Akku nicht überladen wird frage ich mich, wozu wir da heute massig Schaltungen dazwischenkloppen wenn der Anwender immernoch Gedanklich bei einem Spannungsausgleich wie bei Laden eines Bleiakkus ist.
 
Meine Güte... Es wurden doch nun schon diverse Lösungsvorschläge genannt, oder? Ich räume hier mal eben auf...

Diskussion geht hier weiter:


Lösungen wie das umzusetzen ist, unabhängig davon, ob das sinnvoll ist gibts dann hier...