Xiaomi Scooter 1S Motor

18 Juli 2022
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E-Scooter
Xiaomi Mi S1
Hallo Gemeinde,

ich möchte gerne bei meinem Scooter 1S denn Radmotor weckseln,da ich im Bergischen wohne möchte ich auf einen Stärkeren Motor weckseln,
welches Radmotor könnt ihr mir empfehlen.Bedanke mich schon mal im Vorraus.
 
Leider der falsche Ansatz, denn der Motorwechsel bringt Dir in diesem Falle überhaupt nichts bis ultraherzlich wenig! Der Xiaomi 1S ist ein Flachland- und Hügel-E-Scooter und akkumäßig viel zu schwach für längere oder steilere Anstiege; insbesondere bei höherer Zuladung. Daher Modell verkaufen, und etwas deutlich stärkeres (wie z.B. den Xiaomi Pro2 oder gleich den Ninebot G30) beschaffen.

Je mehr Stränge der Akku aufweist, desto eher kann er jene Energie abgeben, die ein starker Motor benötigt. Nun hat der Xiaomi 1S, wie gute 95 % aller privat genutzten E-Scooter, aber nur lausige 3 Stränge. Das ist das absolut untere Limit für leichte Personen. Rückt die Zuladung schon deutlich gegen dreistellig und / oder sind längere und / oder steilere Steigungen zu bezwingen, sind selbst die 4 Stränge des Xiaomi Pro 2 schon so knapp wie bei leichtgewichtigen Personen 3 Stränge. Greift man jedoch zum G30 (bitte nicht zur abgespeckten L(ite)-Version greifen), dann hat man immerhin schon 6 Stränge und zudem einen Motor der mit den offiziell angegebenen 350 W Dauerleistung seeehr konservativ eingestuft ist.

Kombiniert man nun mehr Stränge mit mehr Zellen (also einer höheren Basisvoltzahl; z.B. 48 statt der üblichen 36 V) so bringt das meist noch einmal einen kräftigen Schub. Denn je geringer die Belastung für die einzelne Zelle, desto leistungsfähiger ist ein Akku; also genau wie beim Steuersystem.

Wirklich bergtaugliche E-Scooter mit einer Straßenzulassung gibt es jedoch keine zwei Hände voll am EU-Markt! Da gehört ein G30 schon zur Unterklasse, der mit dem Klassenprimus, der sogenannten "Bergziege" Namens SoFlow SO4 mit dessen Getriebemotor eindeutig nicht mithalten kann.

Und immer bedenken: Je Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied (auch als Flaschenhals bekannt)! Das gilt natürlich auch in der Physik und damit auch bei der Kette bestehend aus Akku, Controller, Verkabelung und Motor!
 
Wow vielen vielen Dank für dein Wissen und Antwort,jetzt bin ich auch ein bisschen Schlauer geworden. Supi.Herzlichen Dank
 
Leider der falsche Ansatz, denn der Motorwechsel bringt Dir in diesem Falle überhaupt nichts bis ultraherzlich wenig! Der Xiaomi 1S ist ein Flachland- und Hügel-E-Scooter und akkumäßig viel zu schwach für längere oder steilere Anstiege; insbesondere bei höherer Zuladung. Daher Modell verkaufen, und etwas deutlich stärkeres (wie z.B. den Xiaomi Pro2 oder gleich den Ninebot G30) beschaffen.

Je mehr Stränge der Akku aufweist, desto eher kann er jene Energie abgeben, die ein starker Motor benötigt. Nun hat der Xiaomi 1S, wie gute 95 % aller privat genutzten E-Scooter, aber nur lausige 3 Stränge. Das ist das absolut untere Limit für leichte Personen. Rückt die Zuladung schon deutlich gegen dreistellig und / oder sind längere und / oder steilere Steigungen zu bezwingen, sind selbst die 4 Stränge des Xiaomi Pro 2 schon so knapp wie bei leichtgewichtigen Personen 3 Stränge. Greift man jedoch zum G30 (bitte nicht zur abgespeckten L(ite)-Version greifen), dann hat man immerhin schon 6 Stränge und zudem einen Motor der mit den offiziell angegebenen 350 W Dauerleistung seeehr konservativ eingestuft ist.

Kombiniert man nun mehr Stränge mit mehr Zellen (also einer höheren Basisvoltzahl; z.B. 48 statt der üblichen 36 V) so bringt das meist noch einmal einen kräftigen Schub. Denn je geringer die Belastung für die einzelne Zelle, desto leistungsfähiger ist ein Akku; also genau wie beim Steuersystem.

Wirklich bergtaugliche E-Scooter mit einer Straßenzulassung gibt es jedoch keine zwei Hände voll am EU-Markt! Da gehört ein G30 schon zur Unterklasse, der mit dem Klassenprimus, der sogenannten "Bergziege" Namens SoFlow SO4 mit dessen Getriebemotor eindeutig nicht mithalten kann.

Und immer bedenken: Je Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied (auch als Flaschenhals bekannt)! Das gilt natürlich auch in der Physik und damit auch bei der Kette bestehend aus Akku, Controller, Verkabelung und Motor!
Da hake ich gerne nochmal nach : ganz grob gehe ich von einem 12Ah Akku aus - ist hier also ein 10S4P mit 18650er Zellen leistungsfähiger als ein 10S3P mit 21700er?
 
Natürlich ist ein 40zelliger Akku (hier eben 10S4P) leistungsfähiger als ein 30zelliger (hier eben 10S3P)! Die Bauform einer Zelle (und damit deren technisch mögliche Kapazität) hat ja erst mal nichts mit der Hochstromfähigkeit usw. zu tun.

18650 steht für 18 mm Durchmesser und 65 mm Länge, und die Null für die erste Unterversion. Folglich steht 21700 für 21 mm Durchmesser bei 70 mm Länge, und die Null wieder für die erste Unterversion. Da es sich aber beiden um eine 3,6 / 3,7 V-Zelle handelt, ergibt sich punkto Einsatzzweck erst mal kein Unterschied. Aber da die 21700er-Zelle natürlich mehr Volumen als eine 18650er aufweist, kann sie, bei gleicher Materialfüllung natürlich mehr Kapazität aufnehmen. Das Problem am Berg liegt aber erst mal nicht in der Kapazität, sondern eben in der Dauerleistung, oder genauer Hochstromfähigkeit.