Wenn ich alleine schon lese, dass jemand seinen Akku nicht voll
(im Rahmen dessen was der Hersteller via BMS als voll definiert und damit ohnedies nichts mit technisch voll zu tun hat) lädt, brauchen wir über den Rest eigentlich gar nicht weiter zu reden.

Da beklaut sich der Fahrer selbst um die reichweiten- und geschwindigkeitsstärksten 30 % der Akkukapazität
(weil die Zellen dabei ja nie ausbalanciert werden) und wundert sich dann, dass von echten 30-35 km Reichweite bei schon sehr idealen Bedingungen gerade mal die Hälfte übrig bleibt!

Den Rest erledigt dann der mit Sicherheit zu geringe Reifenluftdruck, die vergessene "sonstige" Zuladung
(Bekleidung, Rücksack, Gepäck, Schloss, Anbauten usw.), die Übernachtung des E-Scooters im Freien, und alles mögliche andere. Womit man außer dem S-Modus und lausigen 20 km/h Höchstgeschwindigkeit noch fahren
(und nicht etwa krabbeln / schleichen) sollte, ist mir ebenfalls "leicht" unklar, denn die anderen Modi nutzt man nur im äußersten Reichweitenernstfall; schlicht weil das Dingens sonst nicht einmal mehr sinnvoll beschleunigt. Und dann sollten wir noch über die leichten Steigungen reden. Wie "leicht" sind die wirklich, wie häufig geht's da bergauf und bergab, wie ausgeprägt ist das Stop-and-Go, welche KERS-Stufe ist eingestellt usw.
P.s.: Sollte die Reichweite bei einer 100%igen Akkuladung als Ausgangswert tatsächlich nicht höher sein, was ich eigentlich nicht so recht glauben mag, dann wird der Akku in Folge eines zwar lieb gemeinten und doch leicht naiven, und letztendlich dümmlichen Ladeverhaltens des Nutzers schon dauerhaft geschädigt worden sein. Dann kann man nur zur erzielten Leistung gratulieren. Ach ja, und wenn man den Akku wie vom Hersteller und Ladegerät vorgesehen lädt, schafft der eh bloß lausige 20.000 km ohne mit der Wimper zu zucken. Bis dahin ist mit Garantie schon alles mögliche andere defekt geworden und auszutauschen.