Betrunken auf escooter, Führerschein weg....

29 Juli 2020
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Neuss
E-Scooter
ninebot g30d II ; G2
Zitat:

Er war 2019 nach dem Besuch des Oktoberfestes mit 1,35 Promille Alkohol im Blut auf einem E-Roller von der S-Bahn zu seinem Hotel unterwegs gewesen und wurde von der Polizei kontrolliert.

Das Amtsgericht verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 2200 Euro, einem dreimonatigen Fahrverbot für Kraftfahrzeuge aller Art (auch E-Scooter) und entzog ihm den Führerschein für sieben Monate.



Weiterlesen: https://www.bild.de/auto/mobilitaet...selben-wie-fuer-autofahrer-72569634.bild.html
 
Nein auch nicht -> einem dreimonatigen Fahrverbot für Kraftfahrzeuge aller Art (auch E-Scooter)

Den Führerschein war er sogar 7 Monate los! Aber 3 Monate lang durfte er überhaupt keine Kraftfahrzeuge, einschließlich E-Scooter mehr fahren.
 
Auch auf die Gefahr hin, dass mein Kommentar jetzt eventuell nur im Sinne des Verhaltens weit ausgeholt zum Thema gezählt werden kann: Ich finde diese Strafe - ebenso wie meine Vorredner - verdient. Allerdings muss ich manchmal auch feststellen, dass ich mit meinem eScooter im Vergleich zu den ganzen FahrradfahrerInnen manchmal den Eindruck habe, ich sei der vernünftigere, trotz des ach so verhassten eScooters und der manchmal abwertenden Blicke. Wie kann es denn sonst sein, dass ich der einzige - pardon - Idiot bin, der an der roten Ampel (Ja, auch für Fahrradstreifen gibts die!) bremst und geduldig wartet, während die anderen mit schnellen Blicken (vielleicht könnte die Rennleitung ja doch da sein) einfach weiterdonnern...

Wie gesagt - vielleicht ein wenig am Thema Alkohol vorbei und besser anderswo im Bereich Reaktionen der Menschen untergebracht aber es kam mir gerade in den Sinn als ich von der Kontrolle las.

Habt einen schönen Abend, ihr Lieben :)
 
Wie kann es denn sonst sein, dass ich der einzige - pardon - Idiot bin, der an der roten Ampel (Ja, auch für Fahrradstreifen gibts die!) bremst und geduldig wartet, während die anderen mit schnellen Blicken (vielleicht könnte die Rennleitung ja doch da sein) einfach weiterdonnern...
Na ja, ich denke mal du hast realisiert, dass die Strafen bei einem Kraftfahrzeug wesentlich härter ausfallen, als bei einem Fahrrad.
Rotlicht Auto Rotlicht Fahrrad
 
Um einen Elektroroller (25 km/h Version) oder auch ein E-Mofa fahren zu können,benötigt man keinen Führerschein, sondern nur eine sogenannte Prüfbescheinigung. Diese ist mit ein paar wenigen Praxisstunden sowie einer kleinen Theorieprüfung zügig zu erlangen. einen Führerschein der Klasse B besitzt, braucht bei einer Kontrolle übrigens keinePrüfbescheinigung vorzulegen.

*spam gelöscht
 
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Um einen Elektroroller (25 km/h Version) oder auch ein E-Mofa fahren zu können,benötigt man keinen Führerschein
Es bleiben Kraftfahrzeuge. Solche dürfen nicht gefahren werden bei einem Fahrverbot auch Führerscheinfreie Kraftfahrzeuge dürfen nicht gefahren werden bei einem Fahrverbot von Kraftfahrzeugen...

Ein E-Scooter nach EKFV kann ohne Führerschein gefahren werden, ist aber ein Kraftfahrzeug.
Führerscheinvoraussetzungen sind nicht gleichzustellen mit Fahrzeugklassen.
Fahrrad = Kein Kraftfahrzeug
Fahrrad mit Unterstützung welches nicht aus eigener Kraft fahren kann / Pedelec = Kein Kraftfahrzeug
Elektro Fahrrad / E-Bike = Kraftfahrzeug mit Versicherungskennzeichenpflicht. (Dass es keiner macht, ist ein anderes Thema)

Aus deinem Link:

Wenn man seinen Führerschein abgeben musste und ein Fahrverbot für alle Klassen bekommen hat,
darf man leider auch nicht mit dem E-Roller fahren.


Damit wäre das dann geklärt. Er darf Fahrrad/Pedelec fahren und Laufen.
 
Ja also irgendwie etwas verwirrend / paradox diese Aussage mit dem Fahrrad. Soweit ich weiß muss man seinen Führerschein auch abgeben wenn man "betrunken" aufn Fahrrad erwischt wird. Warum kann man dann trotzdem weiterhin Fahrrad fahren wenn man den Lappen abgeben musste und alles andere nicht. Diese Logik erschließt sich mir nicht. 😫😵
 
Wieviel zahlt man in Deutschlang ,wenn man mit dem fahrrad über die Rote Ampel fährt? Bei uns in Österreich finde ich die 70€ masslos übertrieben,auch bei 30-40Euro würde man so schnell nicht mehr über rot fahren und es sich merken .
 
Ja also irgendwie etwas verwirrend / paradox diese Aussage mit dem Fahrrad. Soweit ich weiß muss man seinen Führerschein auch abgeben wenn man "betrunken" aufn Fahrrad erwischt wird. Warum kann man dann trotzdem weiterhin Fahrrad fahren wenn man den Lappen abgeben musste und alles andere nicht. Diese Logik erschließt sich mir nicht. 😫😵

So verwirrend ist das garnicht.

Es kann dir sogar eine nicht ausreichende psychologische Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen zugesagt werden wenn du betrunken zu fuß unterwegs bist. Entscheidend ist hier das Gesamtbild über deinen Umgang mit Alkohol. Auf Deutsch, als gelegenheitstrinker Promillewerte >2 zu erreichen ist nicht so ganz einfach, man kann also von einer gewissen Gewöhnung ausgehen wenn du mit deutlich mehr erwischt wirst.

Das kommt in der Praxis selten vor und gesetzlich ist man unter Alkohol bei uns noch ziemlich sicher, mitunter auch durch den paragraphen der nicht schuldfähigkeit... (was ich alles andere als gut finde aber so ist es nunmal).

Ansonsten gilt das was Mahiro auch schon zitiert hat: Fahrverbot = Verbot jeglicher KRAFTFahrzeuge, also alles mit Motor, egal ob Trecker, Pedelec, Scooter oder MOFA. Entziehung der Fahrerlaubnis = keinerlei führen von Fahrzeugen welche das Vorhandensein eines Führerscheins erfordern aber dafür sämtliche wo es keinen braucht: also alles unter Klasse M.
 
Es ist trotzdem alles andere als logisch: für 14 jährige besteht ja anscheinend keine Führerscheinpflicht? Was ist mit der Gleichbehandlung? Warum werden Führerscheininhaber härter bestraft?
 
  • Hilfreich!
Reaktionen: Helge
Warum werden Führerscheininhaber härter bestraft?
Weil sie einen Führerschein haben. Wer einen Führerschein gemacht hat, hat auch eine Theoretische und praktische Prüfung bestanden. Während des Führerscheinunterrichts und auch in den Schulungsunterlagen dazu wird oft genug darauf aufmerksam gemacht, dass man sich nicht auf irgendeine Art berauschen sollte, wenn noch plant sich im öffentlichen Verkehrsraum zu bewegen. Wer dann noch doof genug ist ein Kraftfahrzeug zu führen, auch wenn es "nur" ein E-Roller ist, der bekommt halt die Passende strafe.
Lehrer bekommen auch eine schlimmere strafe, wenn die Kinder schlecht behandeln, als wenn es irgendein dahergelaufener tut. Die Ausbildung bzw. Studium sollten eigentlich ausgereicht haben, um das zu verinnerlichen, was man besser nicht macht. 🤷‍♂️
 
Gerade die "Spiegel" Schlagzeile von Google serviert bekommen..kopiere nen Auszug mal hier rein..zum Thema:

"Vor Verkehrsgerichtstag - Experten schlagen deutlich höhere Promillegrenze für E-Scooter-Fahrer vor"

Wer nüchtern genug ist fürs Fahrrad, soll auch straffrei E-Roller fahren: Fachleute und Verbände haben eine Anpassung der Promillegrenze für E-Scooter-Fahrer gefordert – nach oben. Bisher orientiert sich der Wert an dem für Autos. Einige Experten fänden eine Anlehnung an den weniger strengen Grenzwert für Fahrräder passender. Von Mittwoch an wird das Thema beim Verkehrsgerichtstag in Goslar besprochen (25-27.01.23).

- E-Scooter würden höchstens 20 Kilometer pro Stunde fahren. Damit seien sie dem Fahrrad näher als einem Auto, teilte der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) mit.
- Auch gesetzlich seien E-Scooter dem Zweirad näher: »So existieren weder Helmpflicht noch eine Fahrerlaubnispflicht.« Es stelle sich daher die Frage, warum bei der Promillegrenze eine Unterscheidung gemacht werde.

Bisher ist das Fahren von Fahrrad oder E-Bike unter Alkoholeinfluss bis 1,6 Promille straffrei, solange der Fahrer oder die Fahrerin keine Ausfallerscheinungen hat und es zu keinem Unfall kommt.

E-Scooter gelten aber als Kraftfahrzeuge und werden wie Autos behandelt. Das bedeutet: Bei einer Fahrt mit 0,5 Promille oder mehr begeht der Fahrer eine Ordnungswidrigkeit. Eine Geldbuße von 500 Euro und ein Monat Fahrverbot sind dann möglich.

Ab 1,1 Promille sind – selbst ohne Ausfallerscheinungen – auch höhere Geldstrafen und der Entzug der Fahrerlaubnis möglich. Autofahrer dürfen dann erst nach einer medizinisch-psychologischen Untersuchung wieder hinter das Steuer.

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Gerade die "Spiegel" Schlagzeile von Google serviert bekommen..kopiere nen Auszug mal hier rein..zum Thema:

"Vor Verkehrsgerichtstag - Experten schlagen deutlich höhere Promillegrenze für E-Scooter-Fahrer vor"

Wer nüchtern genug ist fürs Fahrrad, soll auch straffrei E-Roller fahren: Fachleute und Verbände haben eine Anpassung der Promillegrenze für E-Scooter-Fahrer gefordert – nach oben. Bisher orientiert sich der Wert an dem für Autos. Einige Experten fänden eine Anlehnung an den weniger strengen Grenzwert für Fahrräder passender. Von Mittwoch an wird das Thema beim Verkehrsgerichtstag in Goslar besprochen (25-27.01.23).

- E-Scooter würden höchstens 20 Kilometer pro Stunde fahren. Damit seien sie dem Fahrrad näher als einem Auto, teilte der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) mit.
- Auch gesetzlich seien E-Scooter dem Zweirad näher: »So existieren weder Helmpflicht noch eine Fahrerlaubnispflicht.« Es stelle sich daher die Frage, warum bei der Promillegrenze eine Unterscheidung gemacht werde.

Bisher ist das Fahren von Fahrrad oder E-Bike unter Alkoholeinfluss bis 1,6 Promille straffrei, solange der Fahrer oder die Fahrerin keine Ausfallerscheinungen hat und es zu keinem Unfall kommt.

E-Scooter gelten aber als Kraftfahrzeuge und werden wie Autos behandelt. Das bedeutet: Bei einer Fahrt mit 0,5 Promille oder mehr begeht der Fahrer eine Ordnungswidrigkeit. Eine Geldbuße von 500 Euro und ein Monat Fahrverbot sind dann möglich.

Ab 1,1 Promille sind – selbst ohne Ausfallerscheinungen – auch höhere Geldstrafen und der Entzug der Fahrerlaubnis möglich. Autofahrer dürfen dann erst nach einer medizinisch-psychologischen Untersuchung wieder hinter das Steuer.

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Was in dem Text noch fehlt:

Die 0,0-Promillegrenze für Fahranfänger in der Probezeit und für Verkehrsteilnehmer unter 21 Jahren.

Und das ist eine große Gruppe von (Leih)Scooterfahrern …
 
In Deutschland 🇩🇪 auch.

Und man muss zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung, wenn man die Fahrerlaubnis wiedererlangen möchte.
 
Der E-Scooter ist halt neu und so muss er sein Platz auch in Bezug auf Alkohol noch finden.
Ich selber tue mich dabei auch noch schwer, was man mit einem Mofa machen darf, darf man mit einem E-Scooter nicht, Fahrradfahrer dürfen schneller auf dem Fahrradweg fahren,… Hier spielt ebend vieles ein Rolle, das Alter (Kinder dürfen auch E-Scooter fahren), die Geschwindigkeit, aber auch die Situation. Und so gilt für mich auch bei Alkohol keine Hexenverbrennung sondern wie gefährlich war sein Verhalten sich selbst und den anderen gegenüber.
 
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