DANKE. Ich fühle das so... hab es auch mit dem EUC-Fahren geschafft,meine Depressionen in den Griff zu bekommen und mich wieder auf die eigenen Beine zu stellen(, nur um dann auf ein elektrisches Einrad zu steigen)! Und ich habe außer dem EUC-Fahren keine Laster. Also gönne ich mir den zivilen Ungehorsam und genieße mein neues Leben.Dem muss ich eigendlich beipflichten. So schäme ich mich etwas für mein Beispiel aus einer Zeit ohne nennenswertes Verkehrsaufkommen.
Es gibt keinen vernünftigen Grund zu zweit auf nem E-Scooter rumzustehen, egal welchen Legalitätsstatus das hätte.
Eine fremd- oder selbstgefährung ist nur hinzunehmen wenn sie auf kleinstmögliches Maß reduziert wurde.
Wäre dieser Grundsatz primordial, dann müssten so einige Motorzweiräder verboten werden. Auch Lärm ist eine Selbst und Fremdgefährdung.
Beim EUC steht für mich die Abwägung des Verzichts auf das zweite Rad an erster Stelle einer logischen Betrachtung.
Eigendlich ist es garnicht meine Art juristisch zu argumentieren, aber ich bin eben schreibfaul und bei offiziellen Stellen schätzt man vermutlich den Verzicht auf (juristisch) irrellevante Details.
Die Sicherheitstechnischen Vorteile dieses Verzichts sind vielen scheinbar unklar.
Jedes Bauteil auf das Verzichtet wird kann nicht defekt gehen. Jedes gesparte Gramm verbessert die Bremsleistung.
Je weiter ich mich beim Bremsen nach hinten lehne, desto unwahrscheinlicher wird ein überkippender Kontrollverlust.
Etc. PP.
An allererster Stelle in der Debatte steht aber für mich tatsächlich mein persönliches Interesse am EUC fahren.
Buchstäblich ist dies die Lebenslust, welche man dabei nicht nur erlangt sondern auch wiedergewinnen kann.
Ich meine nicht die extrem sinkenden Lebenshaltungskosten durch die Reduktion von Fuhrpark und Wartungskosten.
Es geht mir auch nicht um das Posertum, wenn man für außenstehende ein Zirkusartist zu sein scheint oder den Adrenalinschub beim "rasen"...
Im Endeffekt steht für mich die unabhängigkeit von Wegen, Lärm, Steigungen, Wartungsarbeiten, Reisewerkzeug und Lustlosigkeit im Vordergrund.I
Ich bin sicher nicht der einzige, dem es schwerfällt einfach so körperlich ausgelaugt den Alltag zu verlassen und in den Wald zu radeln oder Auto zu fahren.
Mit dem EUC ist das Problem unbekannt. Ich will damit raus aus der Stadt. Erklimme jeden Berg und genieße die Aussicht dort, wo andere nur bei bestem Wetter hinwandern. Starre nicht ins Phone, sondern genieße das Wetter. Einfach so, weil ich dort hinfahre, wo keine Straße mich hinbringt. Das mache ich nicht nur nach langen Arbeitstagen.
Vor jeder Gelegenheit freue ich mich, studiere die Karte nach den schönsten Umwegen. Plane meine Woche nach dem Wetter.
Das ich erstmal ein Leben ohne Abstumpfung, Ablenkung und Lethargie des täglichen Alkoholmissbrauch kennenlernen durfte ist ein Segen, für den ich der Technologie unendlich Dankbar bin.
Anders halte ich als persistent depressiver Hochsensibler diese Welt nämlich nicht aus.
Einfach so zu sein, ohne Langeweile und Kopfgeficke. Mit Lust aufs Leben, jeden Meter, jede Bodenunebenheit.
Wer bereitswillig ein Verbot befürwortet sollte ein Alternativkonzept zur Depressionswelle und grassierenden Selbstmordgedanken bereitsstellen. Dazu noch ein Argument haben, warum dieses Alternativkonzept die EUC-Legalität ausschließt. Und dabei auch noch weniger Gefahr bringen, als die EUC-Förderung bringen würde.
Weil das keiner kann, gilt jede Strafmaßnahme als Beihilfe zum Suizid, Angriff auf die Menschenwürde und tatsächlich auch als Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nicht nach den Paragraphen des Völkerrechts, sondern aufgrund proaktiver Zerstörung der Lebensgrundlagen von freier Entfaltung.
Nicht juristisch sondern logisch in moralischer Verantwortung.
Ich wünsche euch eine schöne Zeit. Haltet eure Freunde, Freude und Lieben fest und schimpft nicht über jede Kleinigkeit.
Diesen Kampf gewinnen wir früher oder später sowieso, also nehmts mit Gelassenheit.
In diesem Sinne : sichere Fahrt für uns alle!