"110 Hannover" auf DMAX - E-Scooter Verfolgung mit Fahrradstaffel
Der Bericht ist dreigeteilt:
1. Teil: 4:44
2. Teil: 8:08
3. Teil: 15:12
Aus meiner Sicht bemerkenswerte Aspekte:
- die zwei Polizisten sehen während dem Fahrradfahren "einen E-Scooter, der erheblich zu schnell unterwegs ist [...] er wird getunt sein". Später stellt sich heraus, dass der E-Scooter 25 fuhr. Aha, geschulter Blick, die +5 km/h sind also scheinbar massiv aufgefallen...
- der Scooter wird mit Fahrradblaulicht und Sonderwegerechten verfolgt. So ein Fahrradblaulicht hab ich noch nie gesehen, die Polizei rüstet auf

- der Fahrer wird gestellt. "Lassen Sie den E-Scooter bitte an, einmal lösen, [...]gehen Sie mal weg". Aha, da kennt sich einer aus, Pfoten weg von Schaltern und Hebeln. Ich seh schon, möglicherweise muss man in einen Fahrradrückspiegel investieren, um das Unheil kommen zu sehen, diesen Fall der Kontrolle hab ich bisher tatsächlich nicht bedacht. Der Spiegel könnte nebenbei auch generell ganz hilfreich sein, beim Einfädeln in den Fließverkehr, oder um eben schnelle Überholer auf dem Radweg rechtzeitig mitzubekommen
- während der 'Vernehmung' greift der Missetäter zum Handy: "Stop, nicht ans Handy. Bitte nicht am Handy irgendwas machen, wir wollen ja nicht, dass sie das Tuning rausnehmen".
- nun wirds richtig interessant: "Darf ich mich mal mit ihrem E-Scooter verbinden, sind sie damit einverstanden?" - "Nein, ned so ganz" - "Dann müssen wir ihn sicherstellen". Die Polizisten diskutieren. "Ich guck da jetzt rein. Im Zuge des Strafverfahrens darf ich da reingucken, weil das sogar eine mindere Maßnahme ist als das Sicherstellen"
- nette Argumentation: "wenn wir das so schon beweissicher draußen feststellen können ist das für uns gut, und für denjenigen ja auch, weil er seinen E-Scooter dann ja am Ende behalten darf"
- Kommentator: "per Herstellerapp lassen sich eingestellte Höchstgeschwindigkeit und der Fahrzeugstatus auslesen" Der Polizist verbindet sich per eigenem Handy mit dem Scooter und stellt die 25 eingestellt fest. Das Handy ist unscharf gemacht, doch das Farbdesign der verwendeten App läßt eindeutig SHU erkennen... Soso, 'Herstellerapp' nennt sich das.
- nette Anweisung des Polizisten: "Sie dürfen damit nicht mehr fahren, er ist zu schnell. Sie müssen gucken, dass Ihnen das irgendjemand so einstellt, dass er nicht mehr so schnell fährt". Aha. Wieso soll das nicht der Betroffene, sondern irgendjemand machen...
Wichtig ist aus meiner Sicht also zu wissen, dass man möglicherweise nichtsahnend von hinten verfolgt werden kann und die zeitliche Reaktanz auf das kommende Unheil arg zusammenschmilzt.
Desweiteren wird offensichtlich mitunter versucht zu erzwingen, dass sich da jemand mit SHU im Rahmen einer Kontrolle mit dem Scooter verbinden will.
Der Bericht wirkt an sich schon echt und glaubwürdig. Klar versuchen die im Rahmen eines solchen Formats alle möglichen 'Delikte' mit der Zeit abzudecken, da war dann auch mal der megamäßig getunte E-Scooter fällig. Ob das dann in der Breite öfters so wie gezeigt gehandhabt wird, weiß man halt nicht.
Natürlich haben sie in dem Fall wohl auch näher hingesehen, weil die Versicherung abgelaufen war.