RP ✔️ Zusatz akku's extern (getrennt) laden oder doch nicht ...... 💥

St0fzuiger

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8 Juni 2020
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@St0fzuiger
Ich sehe oft die Frage wie man einen externen Akku am besten auflädt. In diesem Thread, wird bereits darauf hingewiesen und vieles erklärt. Ich möchte aber dennoch ein paar konkrete Infos ergänzen.

Zu diesem Beitrag auch bitte den Haftungsausschluss der Nutzungsbedingungen - Pkt.8 beachten!

Zuerst: Wie funktioniert der aktuelle interne Akku?

Der Roller besitzt eine Ladebuchse. Diese ist nicht direkt mit Akku verbunden, sondern mit dem „Battery Management System“ (BMS). Dieses BMS sorgt für eine gleichmäßige Aufladung aller Zellen. Dies geschieht nicht wie beim normalen „Balancing“ über gesteuerte Aufladung, sondern durch Entladung.

Um die gleichmäßige Aufladung sicherzustellen, werden die Zellen nach dem ungefähren Erreichen ihrer maximalen Spannung durch Entladung auf das gleiche Niveau gebracht. Da das BMS nur geringe Ströme verarbeiten kann, dauert das Balancieren eines Akkus meist sehr lange.
Wenn das BMS eine zu große Abweichung in einer oder mehrerer Zellen feststellt, kann es den Strom direkt zu dieser leiten.

Allgemeine Informationen dazu in diesem Beitrag.
Eine nette Veranschaulichung hier im (Video)


Jetzt schließen wir einen Zusatzakku mit einem Y-Kabel an den Roller an. Das BMS erkennt, dass Strom fließt und versetzt den Roller in den Lademodus. Deswegen benötigen wir einen Patch für das BMS, dass es nicht mehr in den Lademodus springt. Diesen spielen wir mit einer CFW ein.

Mehr dazu in diesem Beitrag für Xiaomi-Scooter und in diesem Beitrag für Ninebot-Scooter.

Nun stellt sich oft die Frage, wie kann ich meinen externen Akku aufladen, kann ich diese über die Ladebuchse des Rollers aufladen und wie ist der beste Weg ihn aufzuladen.

Bevor der Roller oder der Zusatzakku geladen werden kann, muss immer sichergestellt werden, dass Beide die gleiche Spannung haben (max. 0,3V Unterschied). Sollte eine höhere Spannungsdifferenz herrschen, wird der eine Akku den anderen versuchen aufzuladen. Hierbei können leicht mehr als 30 Ampere fließen, was den Roller kaputt machen würde.

Es gibt zwei Arten von externen Akkus:

1. Akkus mit zusätzlichem Ladeanschluss (siehe Abbildung unten):

1597302733007.png


2. Akkus mit einem Common Port BMS:

1597302809638.png


zu Nr.1:
Das BMS des externen Akkus würde sich beim Anschließen an den Roller laden lassen. Der Roller bemerkt allerdings nicht, wann der externe Akku voll geladen ist oder ob dieser defekten Zellen hat. Er würde den Akku bis zur Spannungsgrenze laden (häufig 41,x Volt), würde dann aber nicht warten, bis das externe BMS seine Zellen ausgeglichen hat. Dadurch könnte sich die Leistung des Akkus mit der Zeit verschlechtern.

Der Ratschlag hierzu ist recht einfach:
Der Akku kann über die Ladebuchse des Rollers geladen werden. Aber es ist sehr ratsam alle paar Ladevorgänge die Akkus zu trennen und den externen Akku über seinen eigenen Ladeanschluss zu laden. Damit wird sichergestellt, dass die Zellen im Gleichgewicht bleiben.

Zu Nr. 2:
Externe Akkus mit einem Common Port BMS Anschluss haben keinen separaten Ladeanschluss. Das BMS erkennt tatsächlich, wenn es geladen wird und schaltet den Roller in den Lademodus.

Das ist großartig, da die Notwendigkeit die Packs zu trennen nicht erforderlich ist. Jetzt überwacht ein zweites BMS den externen Akku.

Viele Nutzer verwenden billigere Batterien wie LittleKola, Laudatio und so. Diese haben in den meisten Fällen kein Common Port BMS.
Hier kann man nur 3 Dinge tun:
  1. Die 1. Ladeoption verwenden.
  2. Ersetzen des BMS durch ein Common Port BMS. (nicht so einfach)
  3. Einen neuen Akku mit Common Port BMS kaufen. 
Wenn ihr das externe BMS gegen ein Common Port BMS tauschen wollt, empfehle ich dieses, da es auch Bluetooth hat. Damit kann der externe Akku sehr einfach überwacht werden und benötigt keine Messgeräte mehr.

1597303003447.png

Link zu AliExpress
(Das Bluetooth Modul muss separat über den gleichen Link gekauft werden.)

Bitte beachtet, dass mit einem geladenen Akku gearbeitet wird, der beim Kurzschluss sehr viel Strom erzeugt. Wenn ihr damit keine Erfahrung habt, lasst es von jemand machen, der damit Erfahrung hat!




Paulederbaus Paulederbaus hat uns den Text übersetzt, vielen lieben Dank!! St0fzuiger St0fzuiger ist Holländer ;-)
 
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Stimmt schon, wir haben da bestimmt den ein oder anderen "Fähigen" dafür, aber auch unsere Mods machen das alles just 4 fun & in ihrer Freizeit und haben auch nicht auf alles "Lust" oder Zeit dazu.
Ich glaub' wir sind uns einig das gerade @
Doragonnaito42
Doragonnaito42 sonst einen verdammt guten Job hier leistet :love:(y)
Danke für das Lob, hab's eigentlich nur aus den Augen verloren. Ich schaus mir gleich Mal an.
 
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Danke für die Erklärung! Aber beim Xiaomi ist es ja so dass der interne Akku nur bis 40,5V lädt und der externe bis 42V. Gibt es da keine Probleme wenn man einen Akku mit Common Port ( also einem kabel) hat ? Oder stoppen beide Akkus dann bei 40,5V?
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Aber mal angenommen ich hab einen externen Akku mit Common Port. Wir wissen ja alle, dass Xiaomi den Akku nur bis 40,5V lädt. Wie verhält es sich dann mit dem Zusatzakku beim gemeinsamen laden ? Läd der dann auch nur bis 40,5v? Oder läd er bis 42V und versucht dann mit dem internen Akku der bei 40,5V stehen geblieben ist auszugleichen ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Erklärung! Aber beim Xiaomi ist es ja so dass der interne Akku nur bis 40,5V lädt und der externe bis 42V. Gibt es da keine Probleme wenn man einen Akku mit Common Port ( also einem kabel) hat ? Oder stoppen beide Akkus dann bei 40,5V?
Quasi hast du ja zweimal das Gleiche gefragt, scheinst aber verwirrt zu sein, welche Elektrik was macht und was, wie, wo, abriegelt beim Laden. Also:

Das im Akku verbaute BMS der neuen Xiaomi riegelt bei 40,5V ab, einen "fix" gibt es dafür nicht. Das Ändern des Ladegeräts wird da nichts bringen. Die neuen Xiaomi kommen lustigerweise ja ganz normal mit 42V Ladegeräten. Nicht zu verwechseln mit Netzteilen übrigens, ein Netzteil schaltet nicht ab, ein Ladegerät schon, das erkennt, ob der Ladestrom heruntergeht und beendet entsprechend den Ladevorgang, wenn dieser unter eine bestimmte Schwelle fällt.

Nun zum Zusatzakku:
Lade ich einen Zusatzakku, während er mit einem Adapter am Roller angeschlossen ist, über den Ladeanschluss des Zusatzakkus wird dieser seine vollen Volt erreichen und der interne Akku auch. Da aber dann die Ladeelektronik den Internen BMS umgangen wird, kann ich das nicht empfehlen, bei einem Fehler macht es da auch gerne bumm. Sollte es keine schwerwiegenden Fehler geben, wird das Zellendrift irgendwann so stark das, dass interne BMS beschließt diesen Akku abzuschalten und gibt keinen Strom mehr raus. Vermutlich wird das BMS auch keine Ladung annehmen bis es Resettet wird und es damit unmöglich machen die Zellen zu balancieren, um die normale Funktionalität wiederherzustellen.

Ist also nicht so eine gute Idee, zweite Möglichkeit wäre ja wie gehabt den Roller über den Ladeanschluss des Rollers zu laden und den Zusatzakku über den Adapter direkt mit. Nun haben wir aber in die andere Laderichtung das gleiche Problem, jedoch nicht so schwerwiegend wie in die andere Methode.
Der Akku vom Roller wird bis 40,5v geladen werden und dann schaltet das interne BMS den Ladeport dicht. Da die Spannung des internen Akkus nicht mehr steigt, wird auch die Spannung des externen Akkus bei 40,5v aufhören. Klingt ja erstmal toll, wie oben hätten dann beide Akkus die gleiche Spannung und müssten nicht mehr getrennt geladen werden, das Problem dabei ist ähnlich wie intern, die Ladeelektrik des Externen Akkus wird umgangen und die Zellen werden auseinanderdriften nach einigen Ladevorgängen. Allerdings ist mir nicht bekannt ob irgendwelche der Billig Akkus überhaupt ein BMS mit Schutz haben oder ob es nur ein Balancer Modul ist, es ist also auch ungewiss, ob diese Module irgendwann abschalten würden, wenn die Zellen zu weit auseinanderdriften. Abgesehen davon werden diese Zellen das eher machen, weil dort meistens nicht so gute Zellen verwendet werden.

Es gilt also bei Billig Akkus das, was hier im Forum auch im Guide steht, am besten immer getrennt Laden oder zumindest alle paar Tage mal balancieren. Eine Lösung dafür gibt es aufgrund der komischen Spannung der neuen Xiaomi Roller nicht wirklich, das Rita-Modul wäre momentan noch am ehesten eine lösung dafür, oder halt das hier im Thread vorgestellte Common-Port-BMS, vorausgesetzt es ist wirklich intelligent genug auch bei einer willkürlichen Spannung zu erkennen, dass es jetzt balancieren muss. Dafür müsste das BMS im Idealfall einfach anfangen zu balancieren, wenn der Schwellenwert entsprechend klein genug ist, wie gesagt unabhängig der momentanen Spannung. Ob es so ein BMS gibt und viel wichtiger, ob die Billig Akkus, die ja teilweise mit Ladegerät billiger sind als diese BMS Systeme, so etwas in Zukunft verbauen werden ist fragwürdig. Selbst verbauen lohnt sich bei den Zellen eigentlich nicht, da kann man dann lieber direkt einen ganzen Akku mit guten Zellen selbst bauen, geht dann aber ins Geld.

Nach dieser Wand konnte ich hoffentlich meine Gedanken dazu irgendwie verständlich ausdrücken.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Moin,
ich hätte noch eine Frage zum Laden.
Wie verhält es sich denn wenn ich einen Originalen Akku als Zusatzakku nutze?
Sollte ich den dann auch getrennt laden oder kann dieser bedenkenlos über den gleichen Ladeanschluss geladen werden?
Eventuell sogar mit einem Schnellladegerät?
Gruss
Sascha
 
Abgesehen davon daß es keine Tasche gibt die ich kenne wo ein original Akku reinpassen würde, hat auch dieser das gleiche Problem. Auch der original Akku verwendet kein Common Port BMS. Egal ob Xiaomi, Ninebot, ESA oder Skotero die werden alle die günstigste Variante von BMS verbauen die sie können.
 
Tasche würde ich gar nicht wollen, würde mir ne vernünftige Kunststoffhülle für die Lenkstange organisieren, aber wenn ich das jetzt alles so richtig verfolgt habe, dann sollte man am besten das Kit von Denis nehmen um auf der sicheren Seite zu sein oder einen Akku mit Common Port BMS nehmen?
Gibt dazu gute Empfehlungen?
In der Einkaufsliste sind so viele verschiedene Akkus vorhanden, da steht man als Akku Laie Ratlos da welches nun der empfehlenswerteste ist.
 
Tatsächlich kannst du alle aus der Akkueinkaufsliste nehmen. Gibt dazu seit Monaten keine Negativen Rückmeldungen (außer von Leuten die + & - falsch anstecken und Akkus schrotten ;-)
Such dir von den gelisteten einfach den günstigsten aus und es wird passen.

 
Zur Ergänzung würde ich noch Variante 3 vorschlagen:

Smart BMS: Zum Beispiel die jene von LithiumpowerPCB
Die haben zwar zwei Anschlüsse, können aber auch über den Entladeport geladen werden. Das BMS erkennt das, und startet auch das Balancing.
Für das Balancing können zwei Methode eingestellt werden: static/charge balance und open/closed Balance
Ebenso kann die Spannung angegeben werden, ab welcher das Balancing startet, und auf welche Genauigkeit.

Mit diesem BMS kann immer über den internen Akku mit geladen werden, und der Akku wird optimal gepflegt.
Zusätzlich hat es noch eine Bluetooth Schnittstelle, wo alles überprüft werden kann.
 
  • Hilfreich!
Reaktionen: Eddy77
Kostet dafür auch das 4 oder 5-fache eines Generischen BMS und das Doppelte von einem Daly Common-Port. 👀
Geiler ists natürlich, aber für einen Akku der schon nur so viel gekostet hat wie das BMS ggf. etwas overkill.
 
  • Hilfreich!
Reaktionen: Scooter Joe
Die haben zwar zwei Anschlüsse, können aber auch über den Entladeport geladen werden. Das BMS erkennt das, und startet auch das Balancing.
Für das Balancing können zwei Methode eingestellt werden: static/charge balance und open/closed Balance
Ebenso kann die Spannung angegeben werden, ab welcher das Balancing startet, und auf welche Genauigkeit.

Das klingt wie "echtes" Balancing. Deshalb ist das Teil vermutlich so teuer. - Mir ist aufgefallen, dass hier die Begriffe nicht eindeutig getrennt werden.

Beim Bleeding wird lediglich mit 30-60 mA pro Zellblock ab einer bestimmten Zellspannung ein Widerstand geschaltet, der den Zellblock wieder unter den Schwellwert bringen soll.

Beim Schnellladen wird der betroffene Zellblock dann halt mit 30-60mA weniger geladen, also mit 4,940-4,970A. Was das bringt, mag sich jeder selbst ausrechnen.

Der Überspannungsschutz der Zellblöcke greift unabhängig davon.

Beim Balancing wird versucht alle Zellblöcke auf den gleichen Spannungswert zu ziehen. Das ist ein Unterschied!

Ob das per Bleeding oder per Umverteilung passiert, ist letztendlich eine Preisfrage.

Es ist aufgrund der verschiedenen Schaltungsmöglichkeiten schwer, generelle Regeln aufzustellen.

Die Ninebot BMS funktionieren noch wieder anders, als beschrieben. Die haben einen Hightech Chip plus Microcontroller für das alles.

Die Frage bleibt dann noch, wie oft ich balancieren muss und was es bringt. Die Fertigungstoleranzen werden immer geringer.

Justmy2Cent
 
Kostet dafür auch das 4 oder 5-fache eines Generischen BMS und das Doppelte von einem Daly Common-Port. 👀
Geiler ists natürlich, aber für einen Akku der schon nur so viel gekostet hat wie das BMS ggf. etwas overkill.

Tja, die Kosten steht auf einem anderen Blatt. Bei einem so billigen Akku ist vermutlich wegwerfen und neu kaufen besser als das BMS nachrüsten.

Bei den "größeren" Akkus/Umbauten führt an sowas kein Weg vorbei. Bzw. für einen Custom-Akkus ist der Aufpreis jetzt ok, wenn man den maximalen Komfort+Sicherheit und App mit Bluetooth möchte. Das kann sich jeder selbst überlegen.

Das klingt wie "echtes" Balancing. Deshalb ist das Teil vermutlich so teuer. - Mir ist aufgefallen, dass hier die Begriffe nicht eindeutig getrennt werden.

Beim Bleeding wird lediglich mit 30-60 mA pro Zellblock ab einer bestimmten Zellspannung ein Widerstand geschaltet, der den Zellblock wieder unter den Schwellwert bringen soll.

Beim Schnellladen wird der betroffene Zellblock dann halt mit 30-60mA weniger geladen, also mit 4,940-4,970A. Was das bringt, mag sich jeder selbst ausrechnen.

Der Überspannungsschutz der Zellblöcke greift unabhängig davon.

Beim Balancing wird versucht alle Zellblöcke auf den gleichen Spannungswert zu ziehen. Das ist ein Unterschied!

Ob das per Bleeding oder per Umverteilung passiert, ist letztendlich eine Preisfrage.

Es ist aufgrund der verschiedenen Schaltungsmöglichkeiten schwer, generelle Regeln aufzustellen.

Die Ninebot BMS funktionieren noch wieder anders, als beschrieben. Die haben einen Hightech Chip plus Microcontroller für das alles.

Die Frage bleibt dann noch, wie oft ich balancieren muss und was es bringt. Die Fertigungstoleranzen werden immer geringer.

Justmy2Cent

Dieses von mir angesprochene BMS hat ja auch zwei "Mikrocontroller" drauf.
Und ja, der schichtet "aktiv" um - auch ohne Ladegerät angeschlossen! Wie der korrekte Fachbegriff dafür ist, weiß ich jetzt nicht.
Auch der Unterschied zwischen "open" und "closed" Balance... ???

Aus meiner Sicht macht Balancing für die erste Ladung vom Akkupack Sinn - wenn die Zellen nicht alle zu 100% die identische Spannung hatten. Ich lasse die Zellen immer vorher durch den Tester laufen, da sind die Ruhespannungen dann nicht immer exakt gleich.
Ich kontrolliere, ob sich bei einem kompletten Zyklus die Zellenblöcke alle gleich verhalten. Dann ist keine "schlechte" Zelle dabei - oder schlechte Verbindung zu einer Zelle, ....
Bei den Marken-Zellen ist die Fertigungstoleranz deutlich geringer, als die "Bastler"-Meßmethoden zur Überprüfung. Die Zellen bleiben auch bei Belastung alle sehr identisch. Auch das kalibrierte ZB2L3 liefert eine gewisse Streuung bei Wiederholungsmessungen. Da sollte man halt wissen, was das Meßgerät kann, und wie Messungen funktionieren. Aber deutlich stabiler und reproduzierbar als die Kombi-Schacht-Lade-und-Test-Geräte mit "bis zu" 500mA Teststrom.


Wenn Balancing während dem Betrieb notwendig ist, dann ist IMHO der Akku eh schon alt. Bzw. die Zellen schlecht und/oder ungleichmäßig gealtert.
Was anderes sind Powerwalls, wo halt dann mal 1000e Zellen dran hängen, aber da wird dann auch aktiv eingeschritten mit mehreren Ampere.

Undervoltage Protection finde ich viel wichtiger. Hab meinen e-bike Akku mal bis zur Abschaltung vom BMS entladen. Ganz am unteren Ende divergieren die Spannungen dann doch deutlich - was ich bei knapp über 3 Volt so noch nicht beobachtet habe.
Nach 10 Minuten laden waren die aber wieder ziemlich schnell einheitlich "oben".

Und natürlich Überspannungs-Schutz, falls das Ladegerät zu optimistisch lädt. Bei meinen Ladegeräte messe ich erst die Leerlauf-Spannung, bevor ich sie auf den Akku los lasse.
 
Dieses von mir angesprochene BMS hat ja auch zwei "Mikrocontroller" drauf.
Und ja, der schichtet "aktiv" um - auch ohne Ladegerät angeschlossen! Wie der korrekte Fachbegriff dafür ist, weiß ich jetzt nicht.
Auch der Unterschied zwischen "open" und "closed" Balance... ???

Das Umschichten nennt man "activ balancing". Wie ich schon geschrieben habe ist das komplett anders als das Bleeding von Einzelblöcken.

Wie sinnvoll oder notwendig diese Mechanismen sind kommt immer auf den Einsatzzweck an. Hier haben wir dann noch einen Sonderfall: die Parallelschaltung unterschiedlicher BMS, mit unterschiedlich eingestellten Parametern.

Aus meiner Sicht macht Balancing für die erste Ladung vom Akkupack Sinn - wenn die Zellen nicht alle zu 100% die identische Spannung hatten. Ich lasse die Zellen immer vorher durch den Tester laufen, da sind die Ruhespannungen dann nicht immer exakt gleich.
Ich kontrolliere, ob sich bei einem kompletten Zyklus die Zellenblöcke alle gleich verhalten. Dann ist keine "schlechte" Zelle dabei - oder schlechte Verbindung zu einer Zelle, ....
Bei den Marken-Zellen ist die Fertigungstoleranz deutlich geringer, als die "Bastler"-Meßmethoden zur Überprüfung. Die Zellen bleiben auch bei Belastung alle sehr identisch. Auch das kalibrierte ZB2L3 liefert eine gewisse Streuung bei Wiederholungsmessungen. Da sollte man halt wissen, was das Meßgerät kann, und wie Messungen funktionieren. Aber deutlich stabiler und reproduzierbar als die Kombi-Schacht-Lade-und-Test-Geräte mit "bis zu" 500mA Teststrom.

Da bin ich völlig bei Dir, obwohl man kaum noch defekte Zellen findet. Solange die Zellen aus einer Charge stammen, sind kaum Unterschiede zu erwarten. Aber schaden kann so etwas natürlich nicht. Man hat schon Pferde vor der Apotheke...

Aus meiner Sicht macht Balancing für die erste Ladung vom Akkupack Sinn - wenn die Zellen nicht alle zu 100% die identische Spannung hatten.

Aus meiner Sicht ist das der wichtigste Start: alle Zellen Topend-balancieren! - Wenn alle Zellen einen identischen Innenwiderstand haben, sind diese auch nach mehreren Ladezyklen wieder balanciert.

Undervoltage Protection finde ich viel wichtiger. Hab meinen e-bike Akku mal bis zur Abschaltung vom BMS entladen. Ganz am unteren Ende divergieren die Spannungen dann doch deutlich - was ich bei knapp über 3 Volt so noch nicht beobachtet habe.

Genau diese Erkenntnisse haben mich das "Risiko" eingehen lassen komplett ohne Balancer zu fahren und lediglich die Spannungen der Zellpakete regelmäßig zu kontrollieren.

Die Überlegung ist dabei recht einfach: gealterte Zellen mit unterschiedlichem Innenwiderstand gleicht auf Dauer keines der 60mA Balancersysteme aus, wenn so ein Zellblock 12-15Ah groß ist.

Durch den Innenwiderstand entstehen Verluste durch Wärme. Solange die Zellen identisch sind, ist das nur ein Schönheitsfehler. Durch die Parallelschaltung und die vergleichsweise niedrigen Entladeströme spielt das keine Rolle.

Alle Zellen werden gleich stark entladen und auch wieder geladen.

ABER: da sind auch noch die Kapazitäten der Einzelzellen. Sind diese verschieden, bekommst Du die Probleme unter 3 Volt.

Wenn ich einen entladenen Zellblock in einem Stromkreis habe, fließt auch über die entladenen Zellen der volle Entladestrom weiter. Damit macht man die Zellen kaputt.

Da reicht ein Vorgang!

Und natürlich Überspannungs-Schutz, falls das Ladegerät zu optimistisch lädt.

Das sollte das BMS abfangen, kein Problem. Die Zellen altern oberhalb von 4,2V schneller, aber sie sterben nicht sofort. Ich habe in meinem Skateboard die Zellen oft genug auf 4,3V geladen. Wenn man danach sofort losfährt passiert nix. Die Zellen haben dann keine Zeit zu altern. Gefühlt haben die dann mehr Punch auf dem ersten Kilometer.

Was Zellen nicht mögen ist Tiefentladen im Verbund und/oder hohe Temperaturen. Zellverbinder nachlöten schädigt eine Zelle imens. Da sollte man dann alle Zellen löten und gleichmäßig "schädigen" das könnte besser funktionieren.

Der G30 ist ein gutes Studienobjekt: durchschnittlche Zellen in 6P verschaltet, hoher Cutoff, niedrige Ladeströme. So ein Akku hält ewig und ist immer top balanciert, auch wenn das BMS nur 60mA Ausgleichsstrom kann.

Akkus parallel schalten ist eine ganz andere Geschichte. Da muss man wirklich verstehen, was man tut und welche Konsequenzen das hat.

Justmy2Cent
 
Hallo liebe Leute. Ich habe nun such ein zweites Akku mit 15Ah drinne. Muss man den jedesmal getrennt laden? Oder lädt er schon über den Port mit?
Ich habe gelesen das man den ladeport auch umlöten kann bei mir xlr auf xt60 und einfach beim laden umstecien kann. Das dann beide Akkus gleich geladen werden. Ist das korrekt?

Lg
 
Der Akku kann über die Ladebuchse des Rollers geladen werden. Aber es ist sehr ratsam alle paar Ladevorgänge die Akkus zu trennen und den externen Akku über seinen eigenen Ladeanschluss zu laden. Damit wird sichergestellt, dass die Zellen im Gleichgewicht bleiben.
Ich denke der Satz erklärt es ganz gut. Lesen musst du ihn schon selbst.
 
  • Hilfreich!
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Ich denke der Satz erklärt es ganz gut. Lesen musst du ihn schon selbst.
Ja ansich schon. Es geht in meiner frage aber auch um das Tauschen des Kabels. Den umgelöteten XLR. Also wenn ich das kabel des akkus was eigentlich zum laden ist eben umstecke zum laden. das hab ich gelesen dass man das auch machen kann ohne immer sepperat zu laden. und da war die frage eben auch nach erfahrungen.